Förderung Förderbereiche Medizin und Naturwissenschaften

Medizin und Naturwissenschaften

Einem Anliegen der Stifterinnen entsprechend erfährt die medizinische Forschung die besondere Aufmerksamkeit der Stiftungsgremien. Zurzeit konzentriert sich die Stiftung auf den Förderschwerpunkt „Molekulare Grundlagen der Krankheitsentstehung“. Dieses Programm unterstützt molekularbiologische Forschung zu den Mechanismen seltener und häufiger komplexer Erkrankungen, die durch genetische und/oder umweltbedingte Faktoren ausgelöst werden.

  • Zytoskelett einer Zelle

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Das Programm richtet sich an Personen, die:
  • über einen MD- und/oder PhD-Abschluss sowie einschlägige Erfahrung und Fachkenntnisse im jeweiligen Forschungsgebiet verfügen
  • sich in einer frühen Phase ihrer eigenständigen akademischen Laufbahn befinden, von der aufnehmenden Institution unterstützt werden und ihr wissenschaftliches Profil mit Hilfe der Stiftung weiterentwickeln möchten

Nicht gefördert werden Personen, die für den Zeitraum des beantragten Forschungsvorhabens über keine gesicherte Finanzierung ihrer eigenen Stelle verfügen oder bereits fest etabliert sind (z. B. Lehrstuhlinhaber/innen oder Klinikdirektor/innen).

Bevorzugt werden Projekte, die biologische Prozesse auf molekularer Ebene untersuchen und diese kausal mit der Entstehung und dem Fortschreiten von Krankheiten in Verbindung bringen, sowie neuartige therapeutische Ansätze, die auf diese Prozesse abzielen und sie modifizieren.

Relevante krankheitsbezogene Themen umfassen:
  • Genetische und genomische Ursachen von Krankheiten
  • Epigenetik und Genregulation
  • Zelluläre Signalübertragung und regulatorische Netzwerke
  • Tumorbiologie und Tumorentwicklung
  • Proteinfunktion, Fehlfaltung und Aggregation von Proteinen
  • RNA-Biologie und posttranskriptionelle Regulation
  • Immunologie und Entzündung
  • Wirt-Pathogen-Interaktionen und Infektionskrankheiten
  • Stoffwechsel und metabolische Reprogrammierung
  • Organelldysfunktion und zellulärer Stress bei Krankheiten

Auch wissenschaftliche Ansätze (wie z. B. KI-Methoden und statistische Modellierung), die durch die Auswertung hochdimensionaler biologischer und klinischer Daten neue Hypothesen generieren und krankheitsverursachende molekulare Mechanismen und Signalwege ableiten, werden gefördert.

Die Untersuchungen können an Zellkulturen und/oder Tiermodellen durchgeführt werden, sollten jedoch zumindest teilweise an menschlichen Gewebeproben und/oder Zellen erfolgen, die für Krankheiten relevant sind.

Folgende Forschungsvorhaben haben eine geringe Förderpriorität:
  • rein methodische oder ausschließlich in silico durchgeführte Studien
  • deskriptive populationsgenetische Studien, einschließlich Kopplungs- und Assoziationsstudien
  • Projekte, die ausschließlich auf das Wirkstoffscreening ausgerichtet sind
  • Forschung ohne direkten Krankheitsbezug
  • Projekte, die sich auf die Entwicklung neuer Tiermodelle konzentrieren, die innerhalb des beantragten Förderzeitraums untersucht werden sollen
  • Projekte, die keine krankheitsrelevanten menschlichen Zellsysteme oder menschliche Gewebeproben umfassen
  • diagnostische oder primär therapieorientierte Projekte

Informationen zu Antragstellung, Antragsfristen etc. können den allgemeinen Hinweisen der Stiftung entnommen werden sowie dem speziellen Vorschlag zur Gliederung des Antrags im biomedizinischen Bereich.

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