Förderung Sonderprogramme

Sonderprogramme

Die Stiftung unterstützt eine Reihe von Sonderprogrammen, deren Auflistung Sie im Folgenden finden. Die Antragstellung erfolgt bei den jeweiligen Trägerinstitutionen.

  • Geisteswissenschaften International
    Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke

    Mit der Auszeichnung „Geisteswissenschaften International – Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur“ fördern der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Verwertungsgesellschaft Wort, das Auswärtige Amt und die Fritz Thyssen Stiftung die Übersetzung herausragender geistes- und sozialwissenschaftlicher Werke in die englische Sprache. Mit der Auszeichnung ist die Finanzierung der Kosten der Übersetzung verbunden.

    Ziel der Übersetzungsförderung ist es, zu einer weltweiten Verbreitung der geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse aus Deutschland beizutragen und zugleich Deutsch als Wissenschaftssprache und Sprache der Erstveröffentlichung geisteswissenschaftlicher Werke zu erhalten.

    Darüber hinaus werden einzelne herausragende Werke mit einem Preis zur Förderung exzellenter geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen ausgezeichnet.

    Bewerben können sich Verlage mit Publikationen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften.

    Weitere Informationen und Antragstellung:

    www.boersenverein.de/de/portal/Uebersetzungsfoerderung/186810

  • Philipp Schwartz-Initiative
    Philipp-Schwartz-Initiative

    Die »Philipp-Schwartz-Initiative zur Förderung von internationalen Forschenden im Exil in Deutschland« wurde 2015 von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit Unterstützung des Auswärtigen Amts ins Leben gerufen. Die Zuwendungen des Auswärtigen Amts zur Finanzierung des Programms werden durch private Mittel ergänzt. So beteiligt sich die Fritz Thyssen Stiftung zusammen mit der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Andrew W. Mellon Foundation, der Gerda Henkel Stiftung, der Klaus Tschira Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Mercator an diesem Förderprogramm mit Mitteln in Höhe von über zwei Millionen Euro. Mit dem Programm werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützt, die aufgrund von Krieg oder Verfolgung in ihren Heimatländern Schutz in Deutschland suchen.

    Das Programm versetzt deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen in die Lage, gefährdete ausländische Forscher für zwei Jahre aufzunehmen, damit diese ihre Arbeit in Deutschland fortsetzen können. Ziel ist es, neben der Förderung von Personen auch eine Plattform für den Austausch zur besonderen Situation gefährdeter Forscher zu organisieren.

    Die Initiative ist nach dem Pathologen jüdischen Glaubens Philipp Schwartz benannt, der 1933 vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen musste und die »Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland« gründete. Die Gemeinschaft konnte bis 1946 mehr als 2 000 Forscherinnen und Forscher ins Ausland vermitteln. Er selbst erhielt – so wie zahlreiche andere Forscher mit seiner Hilfe – einen Lehrstuhl in der Türkei, von wo er sich weiter für die Unterstützung geflohener Forscher einsetzte.

    Weitere Informationen:

    www.humboldt-foundation.de/web/philipp-schwartz-initiative.html

  • Thyssen Lectures
    Thyssen Lectures in Griechenland

    Die Fritz Thyssen Stiftung setzt mit den »Thyssen Lectures« eine Tradition fort, die sie beginnend im Jahre 1979 nach Stationen in Deutschland auch an einer Reihe von Universitäten in Tschechien, Israel, der Russischen Republik und zuletzt in der Türkei initiiert hat.

    Die Reihe in Griechenland wird über einen Zeitraum von vier Jahren unter der Leitung von Prof. Vassilios Skouris, dem ehemaligen Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs und jetzigem Direktor des Zentrums für Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (CIEEL), organisiert und ist dem Rahmenthema »Die EU als Europäische Rechts- und Wertegemeinschaft« gewidmet.

    Die Europäische Union ist als eine Rechtsgemeinschaft entstanden, die von Anfang an gemeinsame Werte geteilt und verteidigt hat. Ging es ursprünglich um die Entwicklung und Vertiefung eines Gemeinsamen Marktes (später Binnenmarktes), so sind im Laufe der Jahre Grundwerte sichtbar geworden, die stark ausgebaut worden sind und heute ein solides Fundament bilden, insofern sie sowohl in den Verträgen über die Europäische Union und über die Arbeitsweise der Europäischen Union als auch in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union ausdrücklich und ausführlich verankert sind. Diese Grundwerte, aber auch Recht und Gesetz als Grundlagen der Union werden in jüngster Zeit in Frage gestellt – und mit ihnen verliert die europäische Idee an Attraktivität. Die schwelende Finanzkrise, die terroristischen Anschläge und die Flüchtlingsströme werden in den Augen vieler als Gefahr für den Integrationsprozess gesehen, lösen nationale Initiativen aus und stärken politische Bewegungen mit extremen Zielen und antieuropäischem Einschlag. Dieses Phänomen verdient eine vertiefte Untersuchung aus historischer, ökonomischer, vor allem aber auch rechtswissenschaftlich- bzw. rechtspolitischer Sicht.

    Ein Ziel dieser Förderung ist es, die Arbeit des Zentrums in Thessaloniki mit den wissenschaftlichen Partnern in Griechenland stärker zu vernetzen und dazu beizutragen, das Zentrum zu einem Ort des internationalen Austausches in der Rechtswissenschaft und angrenzenden Disziplinen zu machen.

    Nach dem erfolgreichen Auftakt der Thyssen Lecture mit Professor Andreas Voßkuhle, dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Fritz Thyssen Stiftung, in Thessaloniki und Athen im November 2017, der über die »Idee der europäischen Wertegemeinschaft« sprach, konnte für die zweite Thyssen Lecture im April 2018 Andrzej Rzepliński, der ehemalige Verfassungsgerichtspräsident Polens, gewonnen werden.

  • »Herzog-Ernst-Gaststipendienprogramm«
    »Herzog-Ernst-Gaststipendienprogramm« am Forschungszentrum »Altes Buch/Alte Karte« Gotha-Erfurt

    Das Programm für Gastwissenschaftler fördert die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Beständen der Forschungsbibliothek Gotha.

    Die zur Universität Erfurt gehörende Forschungsbibliothek auf Schloss Friedenstein in Gotha beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen alter Drucke und Handschriften Deutschlands – 380.000 vor 1900 gedruckte Werke und circa. 11.300 Bände Handschriften. Damit ist die Gothaer Bibliothek nach den Staatsbibliotheken in Berlin und München und neben der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel die bedeutendste Bibliothek historischer Bestände des 16. und 18. Jahrhunderts in Deutschland.

    Den Grundstein dazu legte Herzog Ernst I. (1601–1675), genannt der Fromme. Das nach ihm benannte Stipendienprogramm ermöglicht Doktoranden und Postdoktoranden über mehrere Monate die intensive Arbeit mit diesen Beständen und den Sammlungen des Verlages Justus Perthes Gotha. Betreut wird das Stipendienprogramm durch das Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt.

    Die wissenschaftlich-inhaltliche Ausrichtung des Stipendienprogramms ist darauf abgestellt, den vielfältigen Beständen und dem universellen Geist der Gothaer Bibliothek Rechnung zu tragen. In diesem Sinne besitzt das Programm thematisch und interdisziplinär einen offenen Charakter.

    Weitere Informationen:

    www.uni-erfurt.de/forschungszentrum-gotha/herzog-ernst-stipendien/

  • Forschungsstipendium am Historischen Kolleg München
    Forschungsstipendium am Historischen Kolleg München

    Die Fritz Thyssen Stiftung unterstützt die Arbeit des »Historischen Kollegs München« auch im 37. und 38. Kollegjahr 2016/2017 und 2017/2018 mit je einem Forschungsstipendium.

    Das Historische Kolleg, 1980 errichtet und seit 1988 mit Sitz in der Kaulbach-Villa, ist ein Institute for Advanced Study der historisch orientierten Wissenschaften. Es gewährt Gelehrten einjährige Stipendien, damit sie sich frei von anderen Verpflichtungen in der einzigartigen Atmosphäre zwischen Bayerischer Staatsbibliothek und Englischem Garten ganz auf den Abschluss eines Buchprojektes konzentrieren können.

    Berufungen in das Kolleg werden – wie Berufungen nach Princeton oder an das Collège de France – als Auszeichnungen verstanden. Bei der Auswahl, die das Kuratorium des Historischen Kollegs trifft, steht einzig die Förderung der Forscherpersönlichkeit im Vordergrund, nicht das Forschungsthema. Im Laufe des Kollegjahres diskutieren die Fellows ihr Forschungsprojekt jeweils im Rahmen eines Kolloquiums mit Fachkolleginnen und -kollegen. Die Ergebnisse dieser Tagungen erscheinen in der Reihe »Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien«.

    Weitere Informationen:

    www.historischeskolleg.de

  • Residency Program für amerikanische Historiker
    Residency Program für amerikanische Historiker

    An der Eberhard Karls Universität Tübingen unterstützt die Fritz Thyssen Stiftung ein „Residency Program für amerikanische Historiker“.

    Die Initiative zur Einrichtung eines „Residency Program“ für amerikanische Historiker an der Eberhard Karls Universität Tübingen ging von der Organization of American Historians (OAH), einer der großen Standesverbände von Historikern an Universitäten der USA, aus. Die OAH unterhält seit Längerem ein sehr erfolgreiches Partnerschaftsprogramm mit der Universität Kobe in Japan und ist nun an einem Ausbau der Vernetzung ihrer Mitglieder in Europa interessiert. Ziel ist es, das Interesse an amerikanischer Geschichte an europäischen Universitäten zu verstärken. Pro Jahr kommt ein amerikanischer Historiker oder eine Historikerin (Professor/in an einem College oder einer Universität) für fünf Wochen nach Tübingen, um eine Lehrveranstaltung in Blockform anzubieten. Für Tübinger Studierende bedeutet dies eine wirkungsvolle Ergänzung der Seminare zur außereuropäischen Geschichte.

    Weitere Informationen:

    www.oah.org/programs/residencies/germany/

  • TAPIR
    TAPIR

    Im Rahmen des »Transatlantischen Programms für Internationale Beziehungen und Sicherheit (Transatlantic Post-Doc Fellowship for International Relations and Security, TAPIR)«, das an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin koordiniert wird, können Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler von beiden Seiten des Atlantiks Erfahrungen in international renommierten Instituten und Think Tanks sammeln.

    Dazu gehören neben der SWP das Center for Security Studies (CSS) an der ETH Zürich, das Chatham House in London, der German Marshall Fund of the US (GMFUS) sowie das Institut français des relations internationales (IFRI) in Paris, das Finnish Institute of  International Affairs (FIIA) in Helsinki, das Norwegian Institute for Defence Studies (IFS) in Oslo, das Polish Institute of International Affairs (PISM) in Warschau, die RAND Corporation, das SAIS Center for Transatlantic Relations und das United States Institute of Peace (USIP) in Washington, D. C.

    Die elf Institute wählen gemeinsam aus einem internationalen Bewerberpool von promovierten Nachwuchswissenschaflern aus Politik- und Wirtschaftswissenschaften jährlich bis zu fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten aus. Diese bewerben sich mit einem Forschungsvorhaben, das sie in zwei Jahren jeweils acht Monate an drei der beteiligten Institute in Zusammenarbeit mit den dortigen Wissenschaftlern bearbeiten. Sie werden aktiv in die für ihr Thema relevanten Arbeitsgruppen und Projekte der Institute eingebunden, wissenschaftlich betreut und beteiligen sich mit Arbeits- und Diskussionspapieren, Workshops und Konferenzen an der Arbeit der Institute.

    Die gewonnene vergleichende Perspektive auf die Arbeit verschiedener Think Tanks und Forschungsinstitute erleichtert den Stipendiaten den späteren Einstieg in dieses Berufsfeld. Die Institute profitieren von der Zusammenarbeit und dem Austausch mit den hoch qualifizierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

    TAPIR schließt so eine Lücke in der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung, da viele Promovierte zwar über eine exzellente theoretische Ausbildung, nicht aber über vertiefte Einblicke in die Praxis verfügen. Das Programm trägt entscheidend zur Internationalisierung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei und ermöglicht eine interkontinentale Vernetzung.

    Weitere Informationen:

    www.swp-berlin.org/en/projects/tapir/about/

     

  • Alfred Grosser Lehrstuhl
    Alfred Grosser Lehrstuhl

    Die Fritz Thyssen Stiftung unterstützt den »Chaire Alfred Grosser« an der Universität Sciences Po, Paris. Das Programm verantworten Prof. Jakob Vogel und Prof. Cornelia Woll.

    Der Alfred Grosser Lehrstuhl wurde mit dem Ziel eingerichtet, die komparative und interdisziplinäre Forschung und Lehre zu Deutschland, den deutsch-französischen Beziehungen und Deutschland in Europa und der Welt, die von Prof. Alfred Grosser an Sciences Po begründet wurden, zu verstetigen. Der Lehrstuhl hat außerdem die Aufgabe, akademischen und wissenschaftlichen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland anzuregen, gemeinsame Forschungsprojekte zu fördern und die individuellen Karrieren sowohl von aufstrebenden als auch von bereits etablierten europäischen Wissenschaftlern zu unterstützen. Sciences Po lädt dazu jährlich zwei deutsche Sozialwissenschaftler ein, an Sciences Po zu lehren und zu forschen. Zu den Lehrstuhlinhabern gehörten in den letzten Jahren u. a. Jessica Gienow-Hecht (Geschichtswissenschaft), Urs Gruber (Rechtswissenschaft), Karin Schittenhelm (Soziologie), Moritz Schularick (Volkswirtschaft) und Gerald Schneider (Politikwissenschaft). Das Programm weist sowohl in Bezug auf die Zufriedenheitswerte der Studierenden als auch auf die verstärkte Kooperation zwischen Sozialwissenschaftlern in Deutschland und Frankreich signifikante Erfolge vor.

    Aus diesem Grund wird mit Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung das Programm des Alfred Grosser Lehrstuhls weitergeführt und ausgeweitet. Insbesondere wird das Programm in Bezug auf die Dauer des Aufenthaltes der Gastwissenschaftler erweitert. So werden die eingeladenen Wissenschaftler nunmehr anstatt eines Semesters ein gesamtes Jahr an Sciences Po lehren und forschen können. Insbesondere in Bezug auf Forschungskooperationen und -ergebnisse ist hieraus ein signifikanter Mehrwert zu erwarten.

    Als erste Inhaber des Alfred Grosser Lehrstuhls in diesem neuen von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Format wurden Prof. Günter Frankenberg (Rechtswissenschaft) und Dr. Felix Heidenreich (Politikwissenschaft) für das akademische Jahr 2017-2018 berufen.

    Weitere Informationen:

    www.sciencespo.fr/international/en/content/alfred-grosser-chair

  • Reimar Lüst-Preis
    Reimar Lüst-Preis

    Für Geistes- und Sozialwissenschaftler, die in der bilateralen wissenschaftlichen und/oder kulturellen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Heimatland hoch angesehene und wichtige »Multiplikatoren« sind, deren wissenschaftliche Arbeiten aber – meist schon aufgrund ihrer »bilateralen« Ausrichtung – von Wissenschaftlern außerhalb Deutschlands nur eingeschränkt rezipiert werden, gab es in Deutschland bisher keine international wahrgenommene und anerkannte Förderung. Es handelt sich bei diesen Forschern aber besonders häufig um überragend wichtige Kooperationspartner für die deutsche Wissenschaft. Mit dem durch die Alexander von Humboldt-Stiftung und die Fritz Thyssen Stiftung ins Leben gerufenen »Reimar Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung« werden ausgewählte Wissenschaftler, die sich in dieser Weise als »Multiplikatoren« engagiert haben, ausgezeichnet. Benannt ist der Preis nach dem ehemaligen Präsidenten der Alexander von Humboldt-Stiftung und früheren Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Fritz Thyssen Stiftung.

    Der Preis wird jährlich an bis zu zwei hoch angesehene Geisteswissenschaftler aus dem Ausland verliehen, die durch ihr wissenschaftliches Werk die akademischen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und dem Herkunftsland bzw. der Herkunftsregion maßgeblich geprägt haben. Die Preise sind jeweils mit 60 000 Euro dotiert.

    Im Jahr 2017 wurde der Reimar Lüst-Preis erstmals an zwei Wissenschaftlerinnen, an die Historikerin Frau Prof. Mary Lindemann und die Soziologin Frau Prof. Sheila Jasanoff, verliehen.

    Weitere Informationen:

    www.humboldt-foundation.de/web/luest-preis.html

  • Centre for Advanced Study Sofia – Advanced Academia Project
    Centre for Advanced Study Sofia – Advanced Academia Project

    Am Centre for Advanced Study Sofia (CAS) unterstützt die Fritz Thyssen Stiftung ein Stipendienprogramm mit dem Titel »Advanced Academia Projekt – Internationales Modul (2016–2019)«.

    Von 2016 bis 2019 werden am Centre for Advanced Study Sofia im Durchschnitt acht ausländische Fellows pro Jahr (abhängig von der Dauer ihres Aufenthalts) mit Forschungsstipendien unterstützt.

    Das »Advanced Academia«-Programm ist in zwei Module aufgeteilt:

    Stipendien für bulgarische Wissenschaftler: Jedes Jahr nehmen insgesamt sechs bis acht junge und etablierte Wissenschaftler aus bulgarischen Forschungseinrichtungen am Programm teil.

    Stipendien für ausländische Wissenschaftler: Dieses Modul gibt Forschern aus der ganzen Welt die Möglichkeit, zwischen drei und fünf Monate lang an einem individuellen Forschungsprojekt am CAS zu arbeiten.

    Die hohen Kriterien bei der Auswahl der Fellows werden vom akademischen Beirat des CAS gewährleistet. Die Stipendiaten werden ins intellektuelle Leben des CAS integriert und profitieren dadurch sowohl von den Vorteilen des internationalen Netzwerkes des CAS als auch von seiner wissenschaftlichen Infrastruktur.

    Weitere Informationen:

    www.cas.bg/en/cas-current-programmes/advanced-academia-programme-48.html

  • New Europe College – Stipendienprogramm
    New Europe College – Stipendienprogramm

    Das »New Europe College (NEC)«, ein Institute for Advanced Study in Bukarest, erhält seit 2013 Fördermittel für seine Arbeit und den Ausbau seiner Stipendienprogramme.

    Seit über 20 Jahren zeichnet das NEC besonders begabte Nachwuchswissenschaftler aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften mit Fellowships aus. Für die Dauer eines Semesters oder eines akademischen Jahres (je nach Förderprogramm) stellt es ihnen das geeignete Umfeld für wissenschaftliche Forschung, akademischen Austausch und interkulturelle Begegnungen zur Verfügung. Die Fellows arbeiten an selbst gewählten Vorhaben und verknüpfen ihre individuellen Forschungstätigkeiten mit der Teilnahme an dem wissenschaftlichen Programm des Instituts: Veranstaltungen und internationale Colloquien, die meist auch dem breiten Publikum offen stehen. Im wöchentlichen Mittwochsseminar stellen sie ihre Projekte in der disziplinär und kulturell gemischten Forschergruppe zur Diskussion. Die Fellows profitieren von der ausgezeichneten Infrastruktur des Instituts, darunter besonders von der Bibliothek, deren Bücherbestand über 30 000 Titel umfasst.

    Gegründet wurde das NEC von dem Philosophen Andrei Pleşu (Kulturminister 1989–1991, Außenminister 1997–1999), bis September 2014 Rektor des Instituts und weiterhin Präsident der Trägerstiftung. Das Rektorat übernommen hat inzwischen die Musikologin Valentina Sandu-Dediu, selbst NEC-Alumna.

    Die Fritz Thyssen Stiftung trägt im Verbund mit mehreren anderen Stiftungen (VolkswagenStiftung, Landis & Gyr Stiftung, Riksbankens Jubileumsfond, Gerda Henkel Stiftung) und mit mehreren staatlichen Geldgebern (Schweizerische Eidgenossenschaft, Deutschland, und – seit 2008 – Rumänien) dazu bei, das Fortbestehen des NEC zu sichern.

    Weitere Informationen:

    www.nec.ro/fellowships/nec-international/description

  • Thyssen@IAS CEU Fellowship Program
    Thyssen@IAS CEU Fellowship Program

    Im Rahmen des »Thyssen@IAS CEU Fellowship Program« des Institute for Advanced Study an der Central European University (IAS CEU) stellt die Stiftung ab 2017 für die kommenden fünf Jahre Fördermittel für jährlich je ein Junior und ein Senior Fellowship bereit.

    Das Universitätsbasierte Institute for Advanced Study IAS CEU bietet Wissenschaftlern aus den Geistes- und Sozialwissenschaften die Möglichkeit, sich frei von sonstigen Verpflichtungen für ein akademisches Jahr auf ein selbstgewähltes Forschungsvorhaben zu konzentrieren. Hierzu werden Nachwuchs- sowie etablierte Wissenschaftler nach Budapest eingeladen, um in einem interdisziplinären und kreativen Umfeld eine intensive Bearbeitung ihres Vorhabens verfolgen zu können.

    Das IAS CEU wurde 2011 gegründet und löste damit das bis dahin seit 1992 bestehende Collegium Budapest ab. Letzteres wurde auf Initiative des Wissenschaftskollegs zu Berlin, eingebettet in einen europäischen Förderverbund, als erstes Institute for Advanced Study in Ost-/Mitteleuropa gegründet, um die dortigen Wissenschaften zu fördern und die Wissenschaftsbeziehungen zwischen West und Ost zu stärken.

    Die Auswahl der Fellows erfolgt in einem hoch kompetitiven dreistufigen Verfahren, das externe Gutachter sowie ein Academic Advisory Board einbindet. Die von der Fritz Thyssen Stiftung bereitgestellten Stipendien, deren Vergabe sie sich nach Prü­fung jedes Einzelfalls vorbehält, haben in der Regel eine zehnmonatige Laufzeit.

    Weitere Informationen:

    ias.ceu.edu/thyssen-ias-ceu-fellowship