Mit mehreren Veranstaltungsräumen dient das Haus der Stiftung als Stätte des wissenschaftlichen Dialoges und als Ort für kulturelle Veranstaltungen. Neben von der Stiftung geförderten Veranstaltungen finden hier auch Gastveranstaltungen statt.
Liebe Gäste, im August haben wir Sommerpause. Wir freuen uns, Sie im Herbst wieder bei den Veranstaltungen in der Fritz Thyssen Stiftung willkommen zu heißen!
Telomere sind die Schutzkappen unseres Erbgutes, der sogenannten DNA, und spielen eine zentrale Rolle beim Alterungsprozess. Diese Schutzkappen verkürzen sich durch unser gesamtes Leben hindurch und begrenzen die Lebensdauer unserer Zellen. Sind sie zu kurz, können Stammzellen keine Gewebe mehr erneuern. Was sagt die Länge der Telomere über unser Risiko, im Alter zu erkranken, aus? Gibt es Therapien, die Telomere verlängern können und Zellen unsterblich machen?
Zwei international führende Experten erklären die Ursachen des Alterns unserer Zellen und welche Bedeutung der Schutz des Erbguts bei den Krankheiten des Alters und insbesondere bei der Krebsentstehung hat.
»Telomere: Schutzkappen unserer Chromosomen« Stephanie Panier leitet eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns in Köln. Dr. Panier untersucht, wie Telomere geschützt und stabil gehalten werden, damit Zellen gesund funktionieren können.
»Telomere in der Diagnostik und Therapie« Jan Karlseder, Wissenschaftlicher Direktor, Vizepräsident und Professor am Salk Institute für Biological Studies, San Diego, USA, forscht weltweit führend auf dem Gebiet der Telomerbiologie.
Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des CECAD (Cologne Excellence Cluster on Aging and Aging-Associated Diseases) zu den »Herausforderungen und Chancen einer alternden Gesellschaft – Zukünftige Aufgaben und Perspektiven für (bio-)medizinische Forschung und Krankenversorgung« in der Fritz Thyssen Stiftung.
Anmeldung
Das Altern ist in unserer DNA Telomere und die Unsterblichkeit der Zellen
Die Fritz Thyssen Stiftung hat ihren Sitz seit 2011 am Apostelnkloster im Herzen der Kölner Innenstadt. Das Gebäude wurde von Rudolf Schickmann entworfen und 1955 als Amerika Haus eröffnet. Nach dem Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes dient es der Stiftung mit mehreren Veranstaltungssälen als Stätte des wissenschaftlichen Dialoges und als Ort für kulturelle Veranstaltungen.
Führungen mit Professor Norbert Nußbaum, Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln, in der Fritz Thyssen Stiftung:
11:00 Uhr und 13:00 Uhr
Öffnungszeit der Stiftung:
10:00 bis 15:00 Uhr
Im Rahmen des »Tag des offenen Denkmals« laden wir Sie herzlich in die Stiftung ein!
Gemeinschaft braucht Orte. Orte der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Erlebens. Doch wie entstehen solche Räume und welche Rolle können Bürgerstiftungen dabei spielen? Wie lassen sich Orte beleben und nachhaltig gestalten, die Menschen zusammenbringen und Teilhabe ermöglichen?
Beim diesjährigen Bürgerstiftungskongress steht dabei im Mittelpunkt die Idee der „Dritten Orte“, also Orte jenseits von Zuhause und dem Arbeitsplatz. Bürgerstiftungen entwickeln hierfür vielerorts kreative und ganz unterschiedliche Ansätze, von Werkstatt-Cafés über Pop-up-Projekte bis hin zu soziokulturellen Zentren und offenen Begegnungsräumen.
Roman Bartosch
Wolfgang Hallet
Ricardo Römhild
Carolin Schwegler
Wie wollen wir in Zukunft leben? Diese Frage ist vor dem Hintergrund schwindender Zukunftshoffnungen und im Angesicht von Klimakrisen, Konflikten, Kriegen und Zerwürfnissen auf vielen gesellschaftlichen Ebenen von zentraler Bedeutung. Besonders stark betrifft dies junge Menschen in Schulen und anderen Bildungsinstitutionen. Ihre Fragen, Perspektiven und Bedürfnisse sollen leitend sein für die didaktisch und interdisziplinär ausgerichtete Veranstaltung „Thinking & Designing Futures“: Wie können wir junge Menschen in die Lage versetzen, Vorstellungen von Zukünften zu entwickeln und diese aktiv zu gestalten? Welche Art von Future Skills und Futures Literacies benötigen sie für eine solche Zukunftsfähigkeit? Mit Blick auf den schulischen Sprachunterricht: Wie können sie in die Lage versetzt werden, ihre Vorstellungen als Stimmen in gesellschaftlichen Zukunftsdiskursen zu artikulieren?
In Vorträgen und Diskussionsrunden werden Wissenschaftler*innen aus Angewandter Linguistik, Englischdidaktik, Kultursemiotik und Mehrsprachigkeit, Public Environmental Humanities sowie Expert*innen aus Schule und schulpraktischer Ausbildung Erfahrungen, Konzepte und Unterrichtsideen ebenso wie neue Ergebnisse aus der Forschung diskutieren und gemeinsam weiterdenken.
Heutzutage spazieren Millionen von Besuchern durch antike Ruinenstädte. Voll Bewunderung studieren wir die verfallenen Gebäude und Monumente und stellen uns vor, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben mag. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Martin Zimmermann lässt uns bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji mit ganz neuen Augen sehen – nämlich mit denen der antiken Menschen selbst.
Städte sind wie Menschen – das war in der Antike eine verbreitete Vorstellung. Sie entstehen, um eines Tages zu sterben, während an anderen Orten neue erblühen. Ganz anders als heute ging man im Altertum mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer um: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Nur in Ausnahmefällen wurden sie auch als Erinnerungsorte inszeniert und nutzbar gemacht. Aber warum? Martin Zimmermann nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Trümmerlandschaften der Antike. Er erhellt die verschiedenen Gründe für den Zerfall einer Stadt (Kriege, Naturkatastrophen, Umsiedlungen) und zeigt eindrücklich, wie die damaligen Menschen durch Planungswille, Mobilität und Improvisationstalent immer wieder Auswege selbst aus den dramatischsten Situationen fanden.
Martin Zimmermann liest aus seinem Buch und kommt darüber mit Hermann Parzinger, Archäologe und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Fritz Thyssen Stiftung, ins Gespräch.
Anmeldung
Versunkene Welten Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji
Im August 1948 begegnen sich zwei Jugendfreunde zufällig in Paris. In den 1920er Jahren studierten sie auf einer Jeschiwa in Bialystok. Der eine verließ die Talmudhochschule 1930, um Schriftsteller zu werden, der andere blieb. Beide überlebten den Krieg unter schwierigen Umständen. In Paris sind sie vor die Frage des Weiterlebens „danach“ gestellt. Achtzig Millionen Toten und grauenhaften Handlungen von Menschen an Menschen scheinen radikales Umdenken zu fordern. Der Schriftsteller kann nicht fassen, dass Hirsch nach der Ermordung von sechs Millionen Juden, unter ihnen eine Million Kinder, noch fester an Gott glaubt, ja sogar eine Jeschiwa leitet. Hirsch hingegen kann nicht begreifen, dass Chaim, der Schriftsteller, noch immer an die Menschheit glaubt. Ein Streitgespräch entflammt, hart, werbend, bewegend, unerbittlich. Es hat für unsere Gegenwart nichts an Aktualität verloren.
Die Übersetzerin Susanne Klingenstein präsentiert Autor und Text und lädt ein zum Gespräch.
Das Jubiläumssymposium „Entwicklungslinien des Medizinrechts“ anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Instituts für Medizinrecht der Universität zu Köln widmet sich zentralen Fragen des Medizinrechts im Spannungsfeld gesellschaftlicher, technischer und rechtlicher Transformationen. Im Mittelpunkt stehen Themen der Arzthaftung, Patientenrechte, Gesundheitsversorgung und des ärztlichen Berufsbildes. Die Tagung knüpft an die bisherigen „Kölner Medizinrechtstage“ an und verbindet Rückblick, Standortbestimmung und Zukunftsperspektiven eines ebenso dynamischen wie zeitlosen Rechtsgebiets. Gemeinsam diskutieren wissenschaftliche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Förderinnen und Förderer sowie aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts mit Gästen aus Wissenschaft und Praxis über prägende Kontinuitäten und neue Herausforderungen des Medizinrechts.
Archiv
Tagung
Mi 18.03.2015
Fr 20.03.2015
nicht öffentlich
Veranstalter
Dr. Mirko Breitenstein, Prof. Gert Melville, Prof. Gregor Vogt-Spira
In der europäischen Kultur ist die Vorstellung tief verankert, dass es optimale Formen des individuellen und sozialen Lebens gebe. Dadurch wird ein dynamisierendes Potential freigesetzt: ein Streben nach etwas noch Vollkommeneren aus der Einsicht heraus, dass das bisherige Ziel und der eingeschlagene Weg nicht ausreichen. In diesem Sinne werden hier die europäischen Grundwerte betrachtet: als Leitbegriffe, die immer wieder neu ausgehandelt, angepasst und korrigiert werden. Die Flexibilität, sich kritisch mit Konzepten der Vergangenheit auseinanderzusetzen, ist somit ein charakteristisches Merkmal des europäischen Modells.
Die Reihe befasst sich mit sechs Grundbegriffen, die in der europäischen Geschichte intensiv diskutiert worden sind: Gerechtigkeit, Sorge, Freiheit, Erkenntnis, Schönheit und Glückseligkeit. Von der Antike bis in die Gegenwart werden solche Epochen oder Zäsuren vergleichend behandelt, die für Prägungen und Ausgestaltungen der Begriffe besonders entscheidend waren. Dabei werden immer sowohl die Seite des Konzepts wie die konkrete historische Verwirklichung in den Blick genommen. Zugleich wird ein außereuropäischer Kulturkreis hinzugezogen, der besonders geeignet scheint, die europäische Entwicklungslinie zu akzentuieren.
Die vierte Tagung der Reihe befasst sich mit dem Thema „Erkenntnis“.
Die Universitätsmedizin und angrenzende Disziplinen der Gesundheitsberufe sehen sich mit tiefgreifenden Veränderungsprozessen konfrontiert. Diese reichen von den sich wandelnden Strukturen und zunehmend komplexen Fragestellungen der medizinischen/lebenswissenschaftlichen Forschung über die Reformbestrebungen in der Lehre und die zunehmende Akademisierung der Gesundheitsfachberufe bis hin zu den spezifischen Organisations- und Finanzierungsformen der Universitätsmedizin.
Vor diesem Hintergrund erarbeitet der Wissenschaftsrat Empfehlungen für den Umgang mit den zentralen Herausforderungen und den sich daraus ergebenden Zukunftsperspektiven für die Universitätsmedizin sowie die verschiedenen akademischen Disziplinen innerhalb der Gesundheitsberufe.
Die HHL lädt am 5. Februar zu einem Themenabend „Führen in Zeiten permanenten Wandels“ in Köln ein.
Die exponentielle Verbreiterung des Weltwissens hat den technologischen und sozialen Fortschritt in den vergangenen Jahrzehnten stark beschleunigt. Als unmittelbare Folge haben sich Innovations- und Komplexitätsmanagement sowie die bestmögliche Gestaltung von Wandel im Unternehmen zu einem dynamischen Forschungsfeld mit hoher Relevanz für die Management-Praxis entwickelt.
Diskutieren Sie jüngste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis mit Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG, und Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Rektor der HHL Leipzig Graduate School of Management.
An diesem Abend besteht zudem die Möglichkeit, sich über die Studienprogramme der HHL zu informieren. HHL-Mitarbeiter und Absolventen stehen für Fragen zu den Zulassungsvoraussetzungen, Programminhalten und Finanzierungsmöglichkeiten der MBA und Masterstudiengänge zur Verfügung.
Die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Zitat und Paraphrase“ der BBAW untersucht die Strategien der akademischen Wissensaneignung im Vergleich der Disziplinen und Epochen. Welche Standards gelten bei der Dokumentation der Aneignung von Wissen in akademischen Zusammenhängen, in welchen Disziplinen bzw. multi- und transdisziplinären Zusammenhängen und warum? Und welche Fragen müssen bei Verletzung dieser Standards diskutiert werden? Im Mittelpunkt der Sitzung soll die Reputation in der Wissenschaft stehen und ihr Zusammenhang mit wissenschaftlichen Plagiaten. Dabei soll es auch um die Folgen des Plagiats für den Selbststeuerungsmechanismus Reputation gehen.
Vortragende: Dr. Niels Taubert (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) Prof. Dr. Reinold Schmücker (Universität Münster)
Sitzung
Do 29.01.2015
11:00 Uhr
Beiratssitzung des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen
Zunehmendes Interesse von Kunst- und Ausstellungshäusern sowie Institutionen kultureller Bildung ist, Menschen mit Demenz kulturelle Teilhabe durch Kunstbetrachtung zu ermöglichen und dafür inhaltlich wie strukturell entsprechende Formate zu entwickeln. Welche Voraussetzungen es auf Seiten der KunstvermittlerInnen braucht und was bei der Konzeption, Organisation und Bewerbung von Veranstaltungen mit demenziell veränderten Menschen im Blick behalten werden muss, ist Inhalt dieser Fortbildung.
Zielgruppe Zielgruppe der Fortbildung sind KunstvermittlerInnen (KunsthistorikerInnen, KunstwissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, KunsttherapeutInnen o.ä.) und Bildungsverantwortliche sowie alle Interessierten, die mit Menschen mit Demenz Kunst betrachten und entsprechende Veranstaltungsformate entwickeln möchten.
Veranstalter KunstvermittelnHeute in Kooperation mit kultur.los e.V. Verein zur Förderung von Kunst, Kultur und ihrer Vermittlung
Als Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln, Theologe und Schriftsteller, ist Prof. Lütz ein gefragter Interviewpartner, Referent und gern gesehener Gast in Talkshows (u. a. zum Thema Demenz). Mit seinem Buch "Irre – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen" führte er wochenlang die Bestsellerlisten an.
Dozent/Referent: Prof. Manfred Lütz, Facharzt für Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie
Zielgruppe: Mitarbeitende/Führungskräfte der CBTmbH
Universitäten im Rheinland: Stand und Perspektiven einer der führenden deutschen Wissenschaftsregionen
Ein Gespräch mit Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg, Rektor der Universität Aachen Prof. Dr. Jürgen Fohrmann, Rektor der Universität Bonn Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln
Moderation Dr. Hildegard Stausberg DIE WELT / WELT-Gruppe / Vorstandsvorsitzende des Kölner Presseclub e.V. Peter Pauls Chefredakteur Kölner Stadt-Anzeiger und Vorstand des Kölner Presseclub e.V.
Der PIM & CEMS Student and Alumni Club Cologne e.V. ist eine unabhängige Vereinigung von Studenten und Absolventen, die an verschiedenen Austauschprogrammen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln teilgenommen haben. Die Jahreshauptversammlung des PIM & CEMS Clubs dient u.a. dem Jahresrückblick sowie der Neuwahl des Vorstandes.
Vortrag von Prof. Dr. Dres. h.c. Josef Isensee (Bonn) im Rahmen des Symposiums Religion im säkularen Europa
Die Europäische Union ist die Organisation des gemeinsamen Binnenmarktes, die sich bemüht, sich zur Wertegemeinschaft zu entwickeln. Doch bislang ist es ihr nicht gelungen, ihre politische Identität zu bestimmen. Sie bildet einen Apparat, der eine Seele sucht. Die Europaidee, die in den Nachkriegsjahren wirksam war, ist heute verdunstet. Diese Idee war stark geprägt vom Christentum, dem der alte Kontinent, keine geographische, sondern eine kulturelle Größe, seine geistige Einheit verdankt. Die EU scheut sich jedoch, sich zu den christlichen Wurzeln Europas zu bekennen. Die europäischen Verträge, sonst so redselig, halten auffällige Distanz zum Christentum, so dass geradezu von einer Christophobie gesprochen werden kann.
Der säkulare Charakter der Union steht außer Diskussion, desgleichen die negative Religionsfreiheit auch für die außerchristlichen Religionen. Die Union klammert, aus gutem Grund, die Materie des Staatskirchenrechts (im deutschen Verständnis) aus. Sie verhält sich indifferent zum deutschen Kooperationskonzept wie zum französischen Trennungskonzept. Fremd ist ihr auch die überkonfessionelle Staatsreligiosität, wie sie den USA eignet. Gleichwohl gilt für die EU, was für alle freiheitlichen Demokratien gilt: dass ihre Verfassungen auch auf religiösen und postreligiösen Voraussetzungen beruhen und dass diese Voraussetzungen ihnen nicht gleichgültig sein können.