Die Vorgänge um den Verkauf von zwei Werken von Andy Warhol durch den Casinobetreiber Westpiel für rund 120 Mio. Euro haben im November 2014 eine beachtenswerte Resonanz in den Medien und in der Öffentlichkeit ausgelöst. Es gab heftige Kritik von allen Seiten und Vorwürfe wurden laut, das Ansehen NRWs habe gelitten. Neue Nahrung erhielt die Debatte, als im Januar 2015 Pläne der Portigon AG – der Rechtsnachfolgerin der ehemaligen WestLB – öffentlich wurden, die unternehmenseigene Kunstsammlung im Wege der Abwicklung zur Befriedigung von
Gläubigerforderungen zu versteigern.
Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse werden in der Öffentlichkeit damit zusammenhängende kulturpolitische Fragestellungen diskutiert, ob und wann der Verkauf von Kunstwerken legitim sei, welche Kriterien dafür zu verlangen seien und was mit dem Erlös zu geschehen habe. Darüber hinaus wuchs das Bewusstsein, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt, sondern das Land bzw. landeseigene Unternehmen Kunstwerke in großer Zahl besitzen.
Der Kulturrat NRW und die Kulturpolitische Gesellschaft nehmen diese Entwicklungen zum Anlass, um die relevanten kulturpolitischen Fragestellungen im Zusammenhang mit Kunst in öffentlichem Besitz gemeinsam mit Ihnen zu thematisieren und debattieren.
Es diskutieren unter der Moderation von Peter Grabowski vom WDR:
Henrik Hanstein (Kunsthändler)
Oliver Keymis, MdL (Grüne)
Prof. Marcel Odenbach (Künstler)
Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, MdL (CDU)
Prof. Dr. Barbara Welzel (Verband Dt. Kunsthistoriker)
Einladung