Im Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet und ein Jahr später die Bundesrepublik Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt schien es undenkbar, dass Israel, das Zufluchtsstätte für Juden aus aller Welt sein wollte, mit der BRD, dessen Vorgängerstaat den systematischen Mord an den Juden zu verantworten hatte, jemals offizielle zwischenstaatliche Beziehungen aufnehmen würde.
16 Jahre später, am 12. Mai 1965, nahmen die beiden Länder dann jedoch offizielle diplomatische Beziehungen auf.
Die Anbahnung erster, wenngleich zaghafter und immer wieder von Konflikten geprägter Kontakte zwischen Deutschland und Israel jenseits der offiziellen und staatlichen Diplomatie begann gleichwohl bedeutend früher – auf unterschiedlichen Ebenen.
Die Podiumsdiskussion ist eine öffentliche Abendveranstaltung, auf der unter anderem Referenten einer zeitgleich stattfindenden wissenschaftlichen Tagung zu historischen und aktuellen Fragen der deutsch-israelischen Beziehungsgeschichte diskutieren und dem „Nachhall“ der „50 Jahre deutsch-israelische diplomatische Beziehungen“ nachgehen werden:
Gisela Dachs ist Journalistin für die Zeit u.a., berichtet seit 1994 aus Israel und lebt in Tel Aviv.
Tali Konas hat lange in Berlin gelebt und kennt als Übersetzerin so hochrangiger Schriftsteller/innen wie Herta Müller, W.G. Sebald und der Tagebücher von Victor Klemperer den deutsch-israelischen Literaturbetrieb aus verschiedenen Perspektiven.
Botschafter a.D. Shimon Stein lebt in Tel Aviv und Berlin und war von 2001 bis 2007 Botschafter des Staates Israel in Deutschland.
Dr. Angelika Timm hat an der Humboldt-Universität als Israelwissenschaftlerin gelehrt, war im diplomatischen Dienst der DDR in Bagdad und Kairo, hat bis Anfang dieses Jahres die Rosa Luxemburg Stiftung in Tel Aviv geleitet und lebt in Berlin.
Prof. Dr. Moshe Zimmermann stammt aus einer Familie Hamburger Juden und ist emeritierter Direktor des Richard Koebner Minerva Centers für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem.
Moderation: Bernd Weisbrod (Berlin)