Der Megatrend „Digitalisierung“ hat mittlerweile den Energiesektor voll erfasst. Gerade im Bereich der Elektrizität, die sich durch hochfrequente, komplexe Steuerungsprozesse auszeichnet, werden enorme Potenziale des Einsatzes digitaler Technologien erwartet. Hinzu kommen die Veränderungen in Verbrauchssektoren wie Wärme und Verkehr sowie der weitere Ausbau wetterbedingter Erzeugungstechnologien, v. a. von Wind- und Solarkraftwerken. Gemeinsam mit Referenten und Teilnehmern möchte das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln diese Themen im Rahmen seiner jährlichen Energietagung intensiv weiterdenken. Wie kann der entstehende Koordinationsbedarf bewältigt werden? Wie lassen sich die regulatorischen Rahmenbedingungen optimal auf die neu entstehenden Gestaltungsaufgaben abstimmen, so dass Marktteilnehmer effizienten Anreizstrukturen folgen (können)?
Vorrangiges Ziel der jährlich stattfindenden ewi Energietagung ist es, aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen aufzuwerfen und zu diskutieren. Gemeinsam mit Wissenschaftlern hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus dem Ausland, sollen konkrete Forschungsfragen, -ansätze und bereits vorliegende Ergebnisse iteriert werden, um so neue Impulse für die energiewirtschaftliche Forschung zu schaffen. Um eine hohe Anschlussfähigkeit der Forschung an die real existierenden energiewirtschaftlichen Gegebenheiten und Themenstellungen zu erzielen und den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die energiewirtschaftliche und energiepolitische Praxis zu ermöglichen und um die aktuellen Ergebnisse energiewirtschaftlicher Forschung und wissenschaftliche Einsichten mit den Erfahrungen aus der Praxis in den intensiven Dialog zu bringen, sind auch Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden sowie der Energiepolitik zur Teilnahme eingeladen.
Neben zahlreichen weiteren Referenten werden zwei neue Professoren der Universität zu Köln ihre Einschätzungen und Visionen teilen: Prof. Dr. Wolf Ketter, dritter Direktor am EWI, sowie Prof. Dr. Torsten Körber, LL.M., ab 1.10.2017 Direktor des neuen Instituts für Energiewirtschaftsrecht.