Marktliberalisierung, EEG, Ausstieg aus der Kernenergie – die Energiewirtschaft hat in den vergangenen Jahren politische Entscheidungen erfahren, die weitreichende Konsequenzen hatten. Das Jahr 2019 hat das Potential, diese Reihe fortzuschreiben. Seit den Vorschlägen der WSB-Kommission diskutiert Deutschland über die konkrete Ausgestaltung des Kohleausstiegs. Außerdem beobachtet die Energiewelt gespannt, wie das neue Klimaschutzgesetz aussehen wird, und welchen Ausgang die Diskussion über ein zusätzliches CO2-Preisinstrument nehmen wird.
Das EWI beschäftigt sich in etlichen Projekten mit diesen unmittelbar bevorstehenden Veränderungen. Die diesjährige EWI Energietagung wird sowohl die bevorstehenden politischen Weichenstellungen als auch die übergreifenden Entwicklungsperspektiven der Energiewirtschaft in den Blick nehmen – im gelebten Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis.
Vorrangiges Ziel der jährlich stattfindenden EWI Energietagung ist es, aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen aufzuwerfen und zu diskutieren. Gemeinsam mit Wissenschaftlern hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus dem Ausland, sollen konkrete Forschungsfragen, -ansätze und bereits vorliegende Ergebnisse iteriert werden, um so neue Impulse für die energiewirtschaftliche Forschung zu schaffen. Um eine hohe Anschlussfähigkeit der Forschung an die real existierenden energiewirtschaftlichen Gegebenheiten und Themenstellungen zu erzielen und den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die energiewirtschaftliche und energiepolitische Praxis zu ermöglichen sowie um die aktuellen Ergebnisse energiewirtschaftlicher Forschung und wissenschaftliche Einsichten mit den Erfahrungen aus der Praxis in den intensiven Dialog zu bringen, sind auch Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden sowie der Energiepolitik zur Teilnahme eingeladen.