Krisen sind Teil eines jeden Lebens und in allen Altersgruppen repräsentiert. Suizidalität ist eine Möglichkeit menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns – ein Ausdruck tiefer Verzweiflung und fehlender Möglichkeiten, das Leben erträglicher zu gestalten.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stellen eine Gruppe mit erhöhtem Risiko für suizidales Verhalten dar, in der Altersgruppe der 15- bis 20-Jährigen ist der Suizid die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Gleichzeitig wird das Thema nach wie vor gesellschaftlich tabuisiert und ist mit Sprachlosigkeit sowie Unsicherheit im Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen verbunden. Suizidprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe erfordert dringend, das Thema stärker in den Blick zu nehmen, besprechbar zu machen und dadurch Hemmschwellen abzubauen. Das Erkennen von Suizidgefährdung und Möglichkeiten persönlicher und professioneller Begleitung sowie das Wissen, dass nach einem erfolgten Suizidversuch das Risiko für weitere Versuche steigt, soll an diesem Abend in den Fokus genommen und betrachtet werden.
Nach einem Impulsvortrag von Dr. Wilhelm Rotthaus, Kinder- und Jugendpsychiater, folgt eine Podiumsdiskussion, in der auch das Publikum eingeladen ist, sich zu beteiligen und Fragen zu stellen.
Mitwirkende
Dr. Wilhelm Rotthaus, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Dr. med. Axel Meinhardt, Leitender Arzt der Tagesklinik Pionierstraße für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Safiya Larhtami, Abiturientin 2023, ehemaliges Mitglied der Bezirksschüler:innenvertretung Köln
Martin Süsterhenn, Schulleiter der Katharina-Henoth-Gesamtschule in Köln