Mit
Thea Dorn (Autorin)
Julia Beerhold (Demokratie in Bewegung)
Gerald Hensel (Fearless Democracy)
Gerhart Baum (Vorsitzender des Kulturrats NRW, Bundesinnenminister a.D.)
Prof. Dr. Andreas Kost (Landeszentrale für politische Bildung)
Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, in der populistische und demokratiekritische Tendenzen eine wachsende Anhängerschaft erreichen, erscheint es dem Kulturrat NRW geboten, die Rolle der Kunst und Kultur für eine stabile Demokratie zu beleuchten sowie herauszustellen, in welchen konkreten Bereichen, die Kulturverbände in NRW aktiv daran mitwirken können, eine pluralistische Gesellschaft zu unterstützen.
Was macht eine stabile und starke Demokratie aus? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Kunst? Welche die Kulturelle Bildung? In welchem Maße kann sich eine Demokratie verändern, ohne sich selbst abzuschaffen? Wie könnte ein solcher Prozess künstlerisch und kulturell unterstützt werden?
Traditionell übernehmen viele Künstler*innen die Rolle, sich für eine diverse und weltoffene Gesellschaft stark zu machen. Doch wo und vor allem wie können Künstler*innen heute konkret Verantwortung übernehmen und sich explizit gegen Verrohung, Hass und Antipluralismus einsetzen? Und wo beginnt eine „Verzweckung“ des künstlerischen Schaffens? Ebenfalls im Fokus stehen die Rahmenbedingungen, die die Politik schaffen muss, um Kunst frei entstehen zu lassen und um Künstler*innen und Verbänden zu ermöglichen, demokratiestärkende Maßnahmen zu verwirklichen.