Funding Funded Projects Vertical Integration, NeTworks And Global Engagement (VINTAGE)

Vertical Integration, NeTworks And Global Engagement (VINTAGE)

Fusionen und Übernahmen (Mergers and Acquisitions, M&A) sind in den vergangenen Jahrzehnten häufiger und internationaler geworden. Gleichzeitig nehmen die Sorgen vor negativen Externalitäten dieser Zusammenschlüsse zu.

Traditionell haben sich Monopolbehörden auf horizontale Zusammenschlüsse konzentriert, wäh­rend vertikale Zusammenschlüsse als wettbewerbsrecht­lich unproblematisch angesehen wurden. Vor dem Hin­tergrund, dass diese Einschätzung zunehmend kritisch hinterfragt wird, untersuchen Prof. Erhardt und Prof. Stiebale die Effekte vertikaler inländischer und internationaler M&A-Aktivitäten auf die Performanz von Unternehmen, auf Preise, auf Marktmacht und auf Innovation.

Das Vorhaben ist in zwei Teilprojekte aufgeteilt: Das erste Teilprojekt zielt darauf, die Effekte vertikaler Integration anhand eines neuen Datensatzes zu ana­lysieren. Diese Daten erlauben es, die bilateralen Bezie­hungen zwischen Käufern und Zulieferern zu messen und dabei verschiedene Länder und Sektoren einzubin­den. Die Forschungsfragen lauten: Was ist der Einfluss vertikaler M&As auf Erfolg, auf Preise und auf die Marktmacht? Wie wirkt sich vertikale Integration auf Input- und Output-Innovation aus? Gibt es Unterschiede zwischen grenzüberschreitenden und inländischen Transaktionen?

Im zweiten Teilprojekt werden die vertikale Integration diffe­renzierter betrachtet und Aspekte wie die Netzwerke von Firmen zu ihren Abnehmern und ihren Zulieferern in den Blick genommen. Die Forschungsfragen lauten: Wie beeinflussen verschiedene Arten von M&As die Ent­wicklung von Unternehmen auf unterschiedliche Weise? Welche Unternehmensgrundlagen werden im Zusammenhang mit unterschiedlichen Arten von M&A beein­flusst und ausgetauscht? Gibt es mit Blick auf diese Arten von M&A Bedenken hin­sichtlich der Marktmacht?

Drei Arbeitspakete sind vorgesehen: Das erste Paket ist der Vorbereitung der Daten und der Auf­stellung der Zielvariablen gewidmet. Darüber hinaus geht es um Determinanten von M&A sowie die Eigen­schaften der an einem Zusammenschluss beteiligten Un­ternehmen. Das zweite Paket konzentriert sich auf verti­kale M&As im engeren Sinne, bei denen es bereits eine Anbieter-Kunden-Beziehung gab und physisch Waren ausgetauscht wurden. Auch die indirekten Effekte eines Zusammenschlusses auf Konkurrenzunternehmen werden hier berücksichtigt. Das dritte Paket geht schließ­lich über eine traditionelle Perspektive auf Anbieter-Kunden-Beziehungen mit physischem Warenaustausch hinaus. Vielmehr steht hier der Zugang zu (internatio­nalen) Netzwerken im Vordergrund. Es soll herausgefun­den werden, was Zusammenschlüsse von Firmen, die in verwandten Sektoren arbeiten, aber keine physischen Güter austauschen, besonders kennzeichnet.

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