Funding Funded Projects Navigating Injustice: Exploring Humanitarian Workers Responses to Racism and their Effects on Workplace Wellbeing

Navigating Injustice: Exploring Humanitarian Workers Responses to Racism and their Effects on Workplace Wellbeing

Rassismus ist nach wie vor ein großes Problem in internationalen Organisationen.

Struktureller und zwischen­menschlicher Rassismus, z. B. Mikroaggressionen, sozia­ler und beruflicher Ausschluss oder die Abwertung der Fähigkeiten Mitarbeitender of Colour, sind häufig anzutreffende Erscheinungsformen. Die Bekämpfung von Rassismus am Arbeitsplatz ist aufgrund seiner vielfältigen und schwerwiegenden Auswirkungen, einschließlich der negativen Folgen für die Gesundheit der Mitarbeitenden und die Produktivität des Unternehmens, von entscheidender Bedeutung. Dies gilt auch für humanitäre Organisationen. Hier werden zwar Anstrengungen unternommen, diese sind aber unzureichend, sodass ein Großteil der Last des Umgangs mit Rassismus (implizit und explizit) auf den Schultern der betroffenen Mitarbeitenden liegt. Diese haben eine Handlungskompetenz („agency“). Ihre Reaktionen (z. B. Selbstbehauptung, Widerstand, Interventionen oder auch Nicht-Reaktion) können die Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Art der Ausgrenzung beeinflussen, was jedoch nur lückenhaft erforscht ist.

Hier setzt Dr. Strohmeier an und untersucht, wie humanitär Helfende individuell und kollektiv auf Rassismus reagieren und welche Auswirkungen dies auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz hat, um so die Schaffung von inklusiven humanitären Arbeitsplätzen frei von Rassismus zu unterstützen. Für zwei empirische Einzelfallstudien wurden als große, regionale Zentren der humanitären Hilfe mit zahlreichen Organisationen und damit vielen möglichen Studienteilnehmenden Nairobi (Kenia) und Amman (Jordanien) ausgewählt.

Es werden vier miteinander verknüpfte Forschungsfragen adressiert: Erstens, welche Möglichkeiten haben die Mitarbeitenden humanitärer Organisationen, auf Rassismus am Arbeitsplatz zu reagieren? Zweitens, welche davon wählen sie? Drittens, wie beeinflussen ihre Reaktionen Rassismus? Viertens, wie wirksam tragen die Reaktionen zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz bei?

Dr. Strohmeier plant ein Grundsatzpapier für huma­nitäre Organisationen zu erstellen und einen kurzen Dokumentarfilm (circa 35 Minuten) zu produzieren, um die Forschungsergebnisse auch einem breiteren Publikum zu vermitteln.

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