Funding Funded Projects Epithelial Fate in Atopic Nasotype Commitment (EpiFATE)

Epithelial Fate in Atopic Nasotype Commitment (EpiFATE)

Asthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, die zu anfallsweise auftretender Luftnot, Husten und damit verbunden zu Angstgefühlen führt.

Die Krankheit beginnt häufig bereits im frühen Kindes­alter. Man konnte in der frühkindlichen Entwicklung der Atemwegsschleimhäute (Epithelien) verschiedene mole­kulare Abläufe nachweisen, die von Botensubstanzen des Immunsystems reguliert werden und sich auf die Ent­zündungsanfälligkeit der Epithelien auswirken. Dr. Jakwerth konnte drei derartige „Transkriptionspro­gramme“ („Nasotypen“) namens E1, E2 und E3 identifi­zieren, die in der frühen Kindheit nebeneinander ablau­fen und sich gegenseitig regulieren. Während E1 die Epithelien schützt, führt E2 zu einer erhöhten Empfind­lichkeit und zu asthmatypischen Veränderungen des Epithels. In der Regel verschwinden diese Veränderun­gen wieder, wenn die auslösenden Botenstoffe nicht mehr aktiv sind, in manchen Fällen stabilisiert sich E2 jedoch, so dass die Asthmasymptome chronisch wer­den. Die Entscheidung hierüber fällt bisherigen Befunden zufolge zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr. Von welchen molekularen Faktoren sie abhängt, ist jedoch nicht geklärt. Bisherigen Befunden zufolge könn­ten dazu sowohl eine aktiv angeregte Genausprägung als auch ein passiver Verlust der Flexibilität von Epithelzellen beitragen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden das Wechselspiel zwischen E1 und E2 sowie seine Aus­wirkungen auf die Asthmaentstehung genauer analysiert. An Kulturen geeigneter Epithelzellen sollen mit immunologischen, molekularbiologischen und zellbiologischen Methoden folgende Fragen beantwortet werden:

  • Sind E1 und E2 vorübergehende Abläufe, die durch Signalsubstanzen des Immunsystems in Gang gesetzt werden und bei deren entwicklungsbedingtem Ausbleiben zum Stillstand kommen, oder handelt es sich um stabile Zustän­de, die aus eigenem Antrieb weiterlaufen?
  • Durch welche molekularen Wechselwirkungen regulieren E1 und E2 sich gegenseitig? Welche derartigen Interaktionen begünstigen oder behin­dern die Stabilisierung von E2?
  • Welche molekularen Faktoren wirken an der Regulation der für E1 und E2 verantwortlichen Gene mit? Lassen sich E1 und E2 durch Eingriffe in diese Mechanismen stabilisieren oder destabili­sieren?

Insgesamt möchte Dr. Jakwerth neue Aufschlüsse über die Entstehung von Asthma im frühen Kindesalter gewinnen und Ansatz­punkte identifizieren, um eine Gefährdung im entschei­denden Entwicklungsstadium zu erkennen und ggf. frühzeitig eingreifen zu können.

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