Funding Funded Projects Else Lasker-Schüler in Zürich. Essay, Faksimile-Edition einer Gedichthandschrift, Edition der Briefe und Postkarten Else Lasker-Schülers an Hugo May und Kurt Ittmann

Else Lasker-Schüler in Zürich. Essay, Faksimile-Edition einer Gedichthandschrift, Edition der Briefe und Postkarten Else Lasker-Schülers an Hugo May und Kurt Ittmann

Es ist davon auszugehen, dass das im Jahre 2013 in Zürich aufgefundene Konvolut von bisher unbekannten Gedichten und Briefen Else Lasker-Schülers eine wesentliche Bereicherung des Materials der kritischen Ausgabe der „Werke und Briefe“ darstellt.

In den Jahren 1996 bis 2010 ist im Jüdischen Verlag Frankfurt a. M. (später Berlin) eine elfbändige Ausgabe der „Werke und Briefe“ Else Lasker-Schülers erschienen. Darin sind nicht nur die eigenen Buchveröffentlichungen der Dichterin berücksichtigt, sondern auch zahlreiche Ab-drucke ihrer Texte in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien sowie die im Nachlass in Jerusalem aufbewahrten Entwürfe und die damals ermittelten Briefe. Nicht enthalten sind jedoch das im Herbst 2013 in Zürich aufgetauchte Konvolut von Briefen und Postkarten sowie Gedichthandschriften und Zeichnungen aus den Jahren 1933 bis 1938, die aus dem Nachlass Hugo Mays stammten und sich heute im Besitz der Zentralbibliothek Zürich und der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main befinden.
Im Einzelnen handelt es sich bei dem neu aufgefundenen Konvolut um eine gebundene 86 seitige Gedichthandschrift mit 37 Gedichten und einer Widmung für Hugo May, 30 Briefe Else Lasker-Schülers an Hugo May und den Mitdirektor Kurt Ittmann sowie zwei beigelegte Gedichthandschriften, 36 Postkarten Else Lasker-Schülers an Hugo May und Kurt Ittmann, Durchschläge von vier Briefen Hugo Mays an Else Lasker-Schüler, drei Briefe von Emil Raas an Hugo May und ein Brief des Kurt Wolff-Verlags an Else Lasker-Schüler sowie eine kolorierte Zeichnung, beschriftet „Hâdassâh und ihre Männer“.
Im Rahmen des Projekts bereitet Prof. Kilcher eine Faksimileausgabe der wertvollen Gedichthandschrift vor und ediert und kommentiert das bislang unbekannte Konvolut von Briefen und Postkarten aus der Zeit des Zürcher Exils. Er geht dabei davon aus, dass diese Dokumente eine wesentliche Bereicherung des Materials der kritischen Ausgabe der „Werke und Briefe“ darstellen und plant daher, die neuen Dokumente im Kontext der bereits bekannten Textzeugnisse detailliert zu erschließen.
Das Projekt besteht aus drei Teilen: einem ausführlichen Essay Prof. Kilchers über Else Lasker-Schülers Exil in Zürich unter Berücksichtigung der neu aufgefundenen Dokumente, der Faksimilierung und kritischen Edition der gebundenen Gedichthandschrift durch den Projektmitarbeiter Dr. Karl Jürgen Skrodzki und der kommentierten Edition der Briefe und Postkarten Else Lasker-Schülers an Hugo May und Kurt Ittman und der wenigen überlieferten Antwortbriefe, die Else Lasker-Schüler von beiden erhielt, sowie einer Korrespondenz zwischen Hugo May und Email Raas durch Dr. Skrodzki.
So sollen die Leser darüber informiert werden, wie Else Lasker-Schüler ihre Gedichte für Wiederabdrucke zum Teil mehrfach überarbeitet hat und welche Besonderheiten im Wortlaut die einzelnen Gedichte in den Exiljahren auszeichnen. Um der Bedeutung der Briefkorrespondenz gerecht zu werden, werden sämtliche von Else Lasker-Schüler geschriebenen Briefe an May und Ittmann mit ausführlichen Erläuterungen (neu) veröffentlicht.

Newsletter Anmeldung

    Ich bin mit der Speicherung meiner Daten gemäß unseren Datenschutzhinweisen einverstanden.

    Newsletter Abmeldung