Funding Funded Projects Edition von Band 3 des Briefwechsels von Christian Thomasius

Edition von Band 3 des Briefwechsels von Christian Thomasius

Der Hallenser Jurist und Philosoph Christian Thomasius hat über fünfzig Jahre hinweg einen regen Briefwechsel geführt, in dem geradezu alles thematisiert wurde, was für einen exponierten Gelehrten im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert relevant war.

Dies reicht von theoretischen, die Werkge­nese begleitenden und stimulierenden Diskussionen, Positionierungen in zeitgenössischen Kontroversen sowie Stellungnahmen zu universitätspolitischen Angelegenhei­ten bis hin zu geschäftlichen Mitteilungen und Verhand­lungen.

Eine vollständige, kommentierte Edition des Briefwech­sels von Christian Thomasius ist dabei in der Vergan­genheit verschiedentlich als ein besonders dringendes Desiderat beschrieben worden, lässt doch eine Edition und Kommentierung des Briefwechsels von Thomasius als eminentem Vertreter der Frühaufklärung erwarten, dass aufgrund der damit einhergehenden kontextuellen Forschungen bisher unbekanntes Material nicht nur für die Thomasius-Forschung, sondern auch für die philoso­phiehistorische und rechtsgeschichtliche sowie theologie- und universitätsgeschichtliche Forschung insgesamt zur Verfügung gestellt werden würde. Mit Unterstützung der DFG konnten auch bereits die ersten zwei Bände zum Briefwechsel der Jahre 1679–1698 herausgegeben werden. Die Dringlichkeit, das Editionsunternehmen weiterzuverfolgen und zum Abschluss zu bringen, steht zudem angesichts des epochalen Rangs, der Christian Thomasius für die Frühaufklärung und die Aufklärung insgesamt zukommt, außer Frage.

Inhalt des Projekts ist der Briefwechsel von Christian Thomasius aus der Periode von 1699 bis 1711. Konkret sind 229 bereits erfasste und gesicherte Briefe von und an Thomasius vorgesehen, darin enthal­ten auch 21 bisher ermittelte und durch die Briefe selbst bezeugte, physisch zwar nicht überlieferte, inhaltlich je­doch rekonstruierbare Schreiben. Thomasius hat in der Zeit von 1699 bis 1711 mit insgesamt 67 Korresponden­ten in brieflichem Kontakt gestanden, von ihm selbst sind 92 Schreiben erhalten. Insofern stammt ein be­trächtlicher Teil der in Band 3 zu edierenden Briefe aus der Feder von Thomasius selbst.

Neben dem dritten Band wird angesichts der Fülle von sachlichen und personellen Zusammenhängen, die den Briefwechsel von Thomasius kennzeichnen, und, um den Kommentar als Darstellungsmedium nicht zu überfor­dern, ein bereits im Aufbau befindliches Personenlexikon zu allen in den Briefen vorkommenden Personen weiter fortgeführt. Dieses ist derzeit digital verfügbar und soll nach Abschluss der Edition als Band 5 erschei­nen.

 

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