Förderung Geförderte Vorhaben Edition der Basilius-Übersetzungen des Georg von Trapezunt

Edition der Basilius-Übersetzungen des Georg von Trapezunt

Georg von Trapezunt (1395-1473 oder 1484), ein zum Katholizismus konvertierter Grieche aus Kreta, war einer der produktivsten Übersetzer griechischer antiker Texte ins Lateinische im Zeitalter des Humanismus.

Unter seinen Übersetzungen ragen Werke hervor, die im Rahmen dieses Projekts ediert werden sollen: die lateinischen Versionen der drei Bücher des Basilius von Cäsarea gegen Eunomius und die Abhandlung des Basilius über den Heiligen Geist.
Der Edition der beiden theologisch bedeutenden Basilius-Werke widmet sich im Rahmen dieses Förderprojekts Prof. Roland Kany am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Altertums und Patrologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Übersetzungen der beiden Werke des Basilius fertigte Trapezunt als Auftragsarbeit für den Metropoliten von Nizäa an. Sie standen am Beginn der Karriere, in der Georg von Trapezunt über zwanzig Übersetzungen theologischer, philosophischer und literarischer Natur vollendete. Die „Drei Bücher gegen Eunomius" sowie die „Abhandlung über den Heiligen Geist" liegen in zwei unterschiedlichen Fassungen vor, welche in einem zeitlichen Abstand von 25 Jahren entstanden.
Mit dem Projekt wird eine kommentierte kritische Edition der beiden Übersetzungen realisiert sowie eine Einleitung zum historischen, theologischen und kulturellen Kontext der Werke verfasst. Im Blickpunkt stehen dabei die Art und Weise sowie die Bedeutung der Übersetzungsarbeit Trapezunts. Die Ausgabe soll ein Zeugnis der wechselseitigen Rezeption von griechischer und lateinischer Theologie erschließen, das zugleich einen Einblick in die Ideengeschichte des Quattrocento und in den Stand der Klassischen Philologie im Zeitalter des Humanismus ermöglicht.
Das Projekt wurde bereits drei Jahre durch die Fritz Thyssen Stiftung gefördert. Es wurde nun um weitere 1,5 Jahre verlängert, um erforderliche Arbeitsschritte für die Richtlinien der renommierten „Editione Nazionale“ (Florenz) durchführen zu können. Dort soll als Abschluss des Projekts die Edition veröffentlicht werden.

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