Digitising the Bodleian Libraries‘ Mainz Charterhouse Manuscript Collection
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die in der Oxforder Bodleian-Bibliothek befindliche Sammlung mittelalterlicher Handschriften aus der Mainzer Kartause zu digitalisieren und allgemein zugänglich zu machen.
Die 89 deutschen mittelalterlichen Handschriften stammen aus der Bibliothek der Kartause Mainz im Rheinland. Diese Sammlung aus dem 9. bis 15. Jahrhundert spiegelt die Spiritualität und das literarische Interesse des Kartäuserordens wider und stammt aus der Bibliothek des Kartäuserklosters St. Michael in Mainz, einer mittelalterlichen Bibliothek, die im 14. Jahrhundert gegründet wurde und zahlreiche literarische Zeugnisse aus der Region bewahrt. Die Manuskripte aus dieser Bibliothek befinden sich heute aufgeteilt in der Bodleian-Bibliothek, die die wichtigste Sammlung mittelalterlicher deutscher Handschriften in England enthält, und in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz. Einige weitere lagern in London, Berlin und Darmstadt.
Das Forschungsvorhaben ergänzt ein kürzlich beendetes (von der Polonsky Foundation gefördertes) Projekt an der Oxforder Universitätsbibliothek zur Digitalisierung von fast 600 mittelalterlichen deutschen Handschriften, das in Zusammenarbeit mit der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel, durchgeführt wurde, und wird die Digitalisierung der gesamten deutschen Mittelalterhandschriftensammlung abschließen. Vorgesehen ist, die Sammlung mit den Mainzer Kartäuserhandschriften der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz, die derzeit von der Universitätsbibliothek Heidelberg im Rahmen des (von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten) Projekts „Bibliotheca Cartusiana Moguntina – digital. Virtual Charterhouse Library Mainz“ digitalisiert werden, virtuell wiederzuvereinigen.