Funding Funded Projects Handbuch Antidiskriminierungsrecht – Strukturen, Rechtsfiguren und Konzepte

Handbuch Antidiskriminierungsrecht – Strukturen, Rechtsfiguren und Konzepte

Das Projekt dient der Erarbeitung eines umfassenden Handbuchs zum Antidiskriminierungsrecht mit insgesamt 31 Einzelbeiträgen verschiedener Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und einem Umfang von etwa 1.000 Seiten.

„Antidiskriminierungs­recht“ verstehen Prof. Payandeh und Dr. Mangold als Oberbegriff, der das reaktive Nichtdiskriminierungsrecht und das proak­tive Gleichstellungsrecht umfasst. Ziel des Projekts ist eine umfassende Bestandsaufnahme unter Berücksichti­gung des nationalen, europäischen und internationalen Rechts sowie aller öffentlich-rechtlichen, strafrechtlichen und privatrechtlichen betroffenen Teilrechtsgebiete. Das Handbuch erschließt das Antidiskriminierungsrecht als eigen­ständiges Rechtsgebiet und schärft den Blick für Paral­lelen und Gesamtzusammenhänge – trotz aller sektorspezifischen Besonderheiten. Das Anti­diskriminierungsrecht wird also mitsamt seiner bereichs­spezifischen Dogmatik anhand seiner Grundbegriffe systematisiert, wobei herkömmliche intradiszip­linäre Grenzen überschritten werden.

Insgesamt werden fünf Gruppen von Fragestellungen analysiert, anhand derer auch die Gliederung des Handbuchs erfolgen soll. So werden erstens die Grundlagen des Antidiskriminierungsrechts, seine grundlegenden Strukturmerkmale und auch die Legitimation von Anti­diskriminierungsrecht erarbeitet, wobei auch eine Betrachtung aus soziologischer Perspektive (Her­ausarbeitung der tatsächlichen lebensweltlichen Kon­texte einerseits, Soziologie des Antidiskriminierungs­rechts selbst/Bedeutung gesellschaftlicher und politischer Einflussfaktoren auf seine Entwicklung andererseits) er­folgt. Zweitens werden die verschiedenen Kategorien des Antidiskriminierungsrechts kritisch hinterfragt, insbesondere im Hinblick darauf, ob die Fixierung auf bestimmte Kategorien wie Geschlecht, sexuelle Orientierung u. ä. notwendig ist oder durch einen „post­kategorialen“ Zugriff auf das Antidiskriminierungsrecht ersetzt werden sollte. In einem dritten Teil werden die das Antidiskriminierungsrecht prägenden rechtsdogmatischen Figuren analysiert. Viertens werden die Besonder­heiten der Durchsetzung von Antidiskriminierungsrecht
– tatsächlicher wie rechtlicher Art und auch im Hinblick auf die Rechtsfolgen der unzulässigen Diskriminierung – untersucht. In einem fünften Teil wird dann auf die einzelnen bereichsspezifischen Kontexte des Anti­diskriminierungsrechts eingegangen.

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