Funding Funded Projects Arnold-Gehlen-Gesamtausgabe. Bd. 10: Stellungnahmen und Positionen

Arnold-Gehlen-Gesamtausgabe. Bd. 10: Stellungnahmen und Positionen

Arnold Gehlen (1904-1976) zählt mit Helmuth Plessner und Max Scheler zu den Hauptvertretern der Philosophischen Anthropologie.

Der die von der Stiftung seit 1977 geförderte Arnold-Gehlen-Gesamtausgabe abschließende Band 10, den Prof. Rehberg im Rahmen des Projekts erarbeitet, wird sich mit den Anfangsjahren der Hochschulkarriere des Philosophen beschäftigen. Hier werden unter anderem für die Genese des Gehlenschen Denkens aufschlussreiche Texte wie Gedenkaufsätze und Würdigungen zu Georg Wilhelm Friederich Hegel, August Strindberg, Friedrich Nietzsche oder literarische Kommentare zu Franz Grillparzer, Thomas Mann oder Jean-Paul Sarte behandelt. Darüber hinaus wird der Band empirisch entscheidend von der Analyse von Rundfunk-, Fernseh- und Podiumsdiskussionen geprägt sein, an denen Gehlen beteiligt war. Hierzu gehört unter anderem ein ausführliches biographisches Interview, das Gehlen anlässlich seines 70. Geburtstages im Jahre 1974 mit Georg Wolf und Helmut Gumnior im NDR-Fernsehen führte. Auch werden bekannte Streitgespräche mit Theodor W. Adorno und im Fernsehen gesendete Diskussionen mit Hannah Arendt thematisiert.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Bandes ist die Auseinandersetzung Gehlens mit moderner und zeitgenössischer Kunst. Besonders hervorgehoben wird hier die im WDR-Rundfunk 1959 übertragene öffentliche Diskussion zur Modernitätskritik mit Hans Sedlmayr und die im selben Jahr im SWF-Fernsehen übertragene Sendung „Wird die moderne Kunst gemanagt?“.

Die Arnold-Gehlen-Gesamtausgabe ist nicht als historisch-kritische Edition geplant, jedoch soll jeder Band auch eine für den wissenschaftlichen Gebrauch eingerichtete Studienausgabe sein. Dafür hat Prof. Rehberg folgende Editionsprinzipien ausgearbeitet: Alle von Gehlen veröffentlichten oder zur Veröffentlichung vorgesehenen Texte zum Thema des jeweiligen Bandes werden aufgenommen, sodann alle weiteren seiner Texte mit davon abweichendem oder ergänzendem Inhalt, wobei kleinere Zusätze oder wichtige Argumentationsvarianten als Anmerkungen dem jeweiligen Leittext zugeordnet werden. Nach Abschluss des Manuskriptes und vielfältigen Korrektur- und Kontrollschritten werden ein Personenregister und ein systematisches Sachregister erstellt. Abschließend werden die Textgeschichte sowie das themenaufschließende und die Rezeption einbeziehende Nachwort veröffentlicht.

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