Funding Funded Projects The Promise and the Peril: Bangladeshi working lives in Rome, 1980s to the present

The Promise and the Peril: Bangladeshi working lives in Rome, 1980s to the present

Die bangladeschischen Arbeiter in Rom bilden eine der größten, und durch ihre Arbeitsleistung in der Öffentlichkeit sichtbarsten, Gemeinschaften ausländlicher Herkunft.

Obwohl zum Thema Migration im Allgemeinen ausgiebig geforscht wird, existieren nur wenige empirische Quellen zur Lebenswirklichkeit von Migranten – und noch weniger zur bangladeschischen Diaspora in Italien. Dabei sind die bangladeschischen Arbeiter in Rom eine der größten, und durch ihre Arbeitsleistung in der Öffentlichkeit sichtbarsten, Gemeinschaften ausländlicher Herkunft. Trotzdem sind sie in den offiziellen Statistiken und für den akademischen und gesellschaftlichen Blick meist unsichtbar.

Dr. Barua untersucht daher die Geschichte der bangladeschischen Arbeiter in Rom ab den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, d. h. seit der ersten in Italien auftretenden bangladeschischen Migrationsbewegung. Sie hebt die mit der Migration verbundenen Strukturen und Prozesse aus der Innenperspektive empirisch hervor.

Das Forschungsvorhaben beruht primär auf der Untersuchung subjektiver Migrationserfahrungen. Ausgehend von einer mikropolitischen Migrationsebene, wie sie sich in Rom historisch ergeben hat, bietet das Projekt damit einen kritischen Einblick in die transnationale Migration und die sozialen Veränderungen im gegenwärtigen Europa.

Zwei zentrale Forschungsfragen werden im Rahmen des Projekts erörtert: Wie wirken subjektive Erfahrungen von Migrantenarbeitern und die allgemeinen strukturellen Muster und Dynamiken von Migration wechselseitig aufeinander? Wie haben verändernde Migrationstrends und Strategien von Migrantenarbeitern die sozialen, ökonomischen und räumlichen Beziehungen in Rom beeinflusst? Diese Fragen werden anhand von drei analytischen Ebenen untersucht: Arbeitswelt und Arbeitsverhältnisse, Privatleben der Migranten sowie Beziehungen und Bindungen der Migranten mit der Stadt Rom.

Die von Bangladeschern unter unsicheren Bedingungen ausgeübten Niedriglohnjobs stehen mit weiteren Aspekten im Zusammenhang: Arbeitsorganisation, „informal economy“ sowie jüngste migrationsrechtliche und politische Entwicklungen in Italien. Daraus sollen Erkenntnisse zu vom sozialen Geschlecht beeinflussenden Arbeitserfahrungen, dualen Dynamiken der gesellschaftlichen Ausgrenzung und Behauptung sowie Spannungen und Solidarität innerhalb der Diaspora abgeleitet werden.

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