Internationaler Kant-Preis
Seit seiner erstmaligen Vergabe anlässlich des IX. Internationalen Kant-Kongresses 2000 in Berlin hat der Internationale Kant-Preis als eine der weltweit bedeutendsten und zugleich profiliertesten Auszeichnungen für herausragende philosophische Forschung weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Renommee erlangt.
Dafür stehen nicht zuletzt die Namen der bisherigen Preisträger: Peter F. Strawson (Berlin 2000), Dieter Henrich (Hamburg 2004), Henry E. Allison (São Paulo 2005), Mario Caimi (Pisa 2010), Onora O'Neill (Wien 2015) und Gerold Prauss (Oslo 2019). Die Finanzierung des Preises wurde von der Fritz Thyssen Stiftung im Jahre 2005 übernommen. Hierdurch wurde die Vergabe des Preises auf den Internationalen Kant-Kongressen der Jahre 2010, 2015 und 2019 ermöglicht.
Im Februar 2022 haben die Gremien der Fritz Thyssen Stiftung nun die Weiterführung der Finanzierung des Internationalen Kant-Preises und seiner Verleihung auf den im Fünfjahresturnus stattfindenden Internationalen Kant-Kongressen der Jahre 2024 in Bonn, 2029 in Valencia und 2034 (Wahl des Ortes noch ausstehend) beschlossen.
Der Vergabe des Preises auf dem XIV. Internationalen Kant-Kongress im Jahre 2024 in Bonn kommt dabei besondere Bedeutung zu. Im Mittelpunkt dieses Kongresses werden die Feierlichkeiten und die damit verbundenen Sonderveranstaltungen zum 300. Geburtstag Immanuel Kants (1724–1804) stehen. Es ist zu erwarten, und dies kündigt sich bereits 2022 durch entsprechende Vorbereitungsaktivitäten an, dass der 300. Geburtstag Anlass zu weltweit größter Aufmerksamkeit für Kant und seine Philosophie geben wird. Dieser Kongress wird die international zentrale Veranstaltung sein, auf der die Kantische Philosophie in ihrer gesamten historisch-systematischen Breite in der Rückschau auf die vergangene ebenso wie im Vorblick auf die künftige Entwicklung der Kant-Forschung reflektiert wird.
Die Auswahl der Preisträger bzw. Preisträgerinnen wird wie für die Jahre 2010, 2015 und 2019 durch eine Jury erfolgen.