Funding Funded Projects Deciphering LIN28B as a biomarker in squamous cell lung carcinomas for treatment with PD-1/PD-L1 signaling blockade and evaluating combined anti-VEGFR2 with PD-1/PD-L1 signaling blockade as a novel therapy option

Deciphering LIN28B as a biomarker in squamous cell lung carcinomas for treatment with PD-1/PD-L1 signaling blockade and evaluating combined anti-VEGFR2 with PD-1/PD-L1 signaling blockade as a novel therapy option

Lungenkrebs, eine der häufigsten Krebserkrankungen, kommt in mehreren Formen vor. Für eine davon, das Plattenepithelkarzinom (squamous cell carcinoma), gibt es bisher keine zielgerichtete Therapie. Häufig entwickelt sich außerdem eine Resistenz, so dass Standard-Chemotherapeutika nicht mehr wirken.

In den letzten Jahren hat sich jedoch herausgestellt, dass die Hem­mung eines Signalweges, der zum Tod körpereigener Immunzellen führt und über den Rezeptor PD1 sowie das daran bindende Molekül PD-L1 verläuft, die Immun­antwort gegen den Tumor stärken und so dem Tumor­wachstum entgegenwirken kann. Wie Dr. Meder und andere außerdem nachweisen konnten, produzieren manche Plattenepithelkarzinome einen Faktor namens LIN28B, der u. a. die Produktion von PD-L1 anregt. Nicht nur deshalb gilt dieses Protein als Zeichen für eine schlechte Krankheitsprognose, sondern auch weil es die Gefäßneubildung im Tumor (Angiogenese) begünstigt und einen Signalweg aktiviert, der über das Protein VEGF-A und seinen Rezeptor VEGFR-2 verläuft. Dieser Signalweg schafft vorliegenden Befunden zufolge eine Umgebung, in der die Immunantwort auf die Tumor­zellen erschwert wird.

In dem Forschungsvorhaben werden neue Therapieverfahren erprobt, die auf die von LIN28B ausgehenden Signalwege und den PD1/PD-L1-Mechanismus abzielen. An geeigneten gentechnisch ver­änderten Mäusen und Zellkulturen sollen mit immu­nologischen, molekular- und zellbiologischen Methoden folgende Fragen beantwortet werden:

  • Lässt sich das Leben von Mäusen mit Plat­tenepithel­karzinom verlängern, wenn man die über PD1/PD-1 bzw. LIN28B/VEGFR-2 verlaufen­den Signalwege mit immuno­logischen Reagenzien blockiert? Hat eine solche Behand­lung Vorteile gegenüber den bisher gebräuchlichen Chemo­therapeutika? Entsteht die Resistenz gegen Chemotherapeutika auf dem Weg über LIN28B?
  • Gibt es in der Entstehung der Therapieresistenz Unterschiede zwischen Plattenepithelkarziono­men, die LIN28B produzieren, und solchen, bei denen dies nicht der Fall ist?
  • Durch welchen Mechanismus sorgt LIN28B für die Produktion von PD-L1? Handelt es sich um bekannte biochemische Mechanismen?

Insgesamt möchte Dr. Meder neue Ansatzpunkte für die Therapie des Plattenepithelkarzinoms der Lunge identifizieren und Wege finden, um die Resistenz gegen die bisherigen Therapeu­tika zu umgehen.

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