Veranstaltungsarchiv

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über bisherige Veranstaltungen in der Fritz Thyssen Stiftung.

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Di, 21.11.2017
19:00 Uhr
Blick auf das Seelenleben der Amerikaner
Diskussion
öffentlich

Die transatlantischen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland sind überwiegend von gegenseitigem Verständnis, wenn nicht sogar von Freundschaft geprägt. Im Großen wie auch im Kleinen spielen die persönlichen Begegnungen, die „menschlichen“ Kontakte, Begegnungen, Gespräche, gemeinsamen Erlebnisse, kurzum, das gegenseitige Kennenlernen, die wichtigste, da tragende Rolle für eine positive Völkerverständigung in diesem Zusammenhang. Hinzu kommt, dass wir uns bisher, hier wie dort, noch immer auf ein gemeinsames „Wertesystem“ berufen konnten.
Spätestens seit dem letztem Präsidentschaftswahlkampf in den USA und danach erscheint dieses Wertesystem teils in einem etwas anderen Licht als vorher. Wir erleben, durch vielfältige Medienberichte noch intensiviert, Amerika als eine gespaltene Nation – aber ist das wirklich so? Und wenn ja, warum? Was sind die Hintergründe? Wo wird dies hinführen und was wird das Ergebnis dieser Entwicklung sein? Gibt es Lösungen? Wie ist das „Seelenleben der Amerikaner“ in dieser Situation?
Zu dieser spannenden Frage werden wir mit drei unterschiedlichen Experten des transatlantischen Austauschs reden: mit Volkmar Schultz mit Blick auf die jahrzehntelange deutsch-amerikanische Freundschaft, Evan Woodnorth als Vertreter der neuen transatlantischen Generation und Dr. Andrew Denison als erfahrenem Kommentator.

Do, 16.11.2017
18:30 Uhr
Aggressoren vor Gericht
Diskussion
öffentlich

Der Internationale Strafgerichtshof und die Ahndung von Angriffskriegen

Wenn die Mitgliedstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs im Dezember dieses Jahres in New York zusammenkommen, werden sie über eine Frage entscheiden, die weitreichende Konsequenzen für die internationale Politik haben könnte: Soll Den Haag die Kompetenz erhalten, über diejenigen zu Gericht zu sitzen, die für Angriffskriege verantwortlich gemacht werden?

Im Gespräch mit dem Journalisten Michael Köhler diskutieren die Politikwissenschaftlerin Andrea Liese, der Völkerrechtler Claus Kreß und der Historiker Norbert Frei über die seit Jahrzehnten laufenden Bemühungen, den Angriffskrieg zu ächten – und über mögliche Folgen der anstehenden Entscheidung. Auf welche historischen Vorbilder geht der Vorstoß zurück? Was würde ein solcher Zuwachs an Strafmacht in der Gegenwart für den Internationalen Strafgerichtshof einerseits und für die internationale Politik andererseits bedeuten? Und inwiefern käme die strafrechtliche Ahndung von Angriffskriegen dem Schutz individueller Menschenrechte zugute?

Do, 16.11.2017 -
Fr, 17.11.2017
Die Historisierung der jüngsten Menschenrechtsgeschichte
Tagung
nicht öffentlich

Die frühen 1990er Jahre stellen, auf das gesamte 20. Jahrhundert betrachtet, vermutlich den Höhepunkt der weltweiten Beschwörung des Menschenrechtsgedankens dar. Grundiert von einem hoffnungsträchtigen Glauben an die Möglichkeit, nach dem Ende des „Kalten Kriegs“ eine gerechtere Weltordnung zu schaffen, der im Rückblick geradezu erstaunlich wirkt, wurden Menschenrechte in zahlreichen Situationen emphatisch zum politischen Leitbild erhoben. War die menschenrechtliche Zukunftsgewissheit der frühen neunziger Jahre historisch exzeptionell, so währte sie doch nur einen flüchtigen Moment.

Diese jüngste Menschenrechtsgeschichte ist bislang allenfalls in schwachen Ansätzen erforscht – obwohl sie doch bereits mehr als ein Vierteljahrhundert umspannt und obwohl sie eine besonders prägende Dimension der Frage nach der Genese unserer Gegenwart darstellt, die in der Geschichtswissenschaft zuletzt so oft erprobt und diskutiert worden ist. Die Sitzung des Arbeitskreises Menschenrechte im 20. Jahrhundert dient dazu, in interdisziplinärer Runde Überlegungen zur Historisierung der jüngsten Menschenrechtsgeschichte anzustellen.

Mi, 15.11.2017
19:30 Uhr
Im Zentrum LIED: „Drama oder Komödie?“
Konzert
öffentlich

Konzert 2
Elfte Spielzeit 2017.2018
„Dramoletts“

Markus Schäfer, Tenor und Erzähler – Matthias Veit, Klavier und Erzähler

Wie kurz und bündig oder wie breit und ausgiebig kann das, was man ein  Kunstlied nennt, überhaupt sein? Und wie heilig ernst oder wie spottend boshaft? Der Tenor Markus Schäfer hat ein Liedprogramm in Form einer Gegenüberstellung zwischen sehr ausgedehnten balladenhaften Liedern von Franz Schubert und Franz Liszt, und spitzfindigen Kommentaren in Miniaturen von Richard Strauss nach Gedichten von Alfred Kerr und Sigfrid Karg-Elerts Vertonungen der satirischen Epigramme von Gotthold Ephraim Lessing zusammengestellt.

Di, 14.11.2017
18:00 Uhr
Klassik um sechs
Konzert
öffentlich

Mikhail Yanovitski - Klavier

Professor an der Temple University in Philadelphia (USA) und Preisträger mehrerer internationaler Klavierwettbewerbe

Im Programm stehen Werke von Beethoven, Schumann, Prokofiev und Scriabin

Das Konzept ist ebenso einfach wie einzigartig: junge Künstler stellen sich dem Publikum vor, das durch die abwechslungsreiche und informative Moderation von Alexander Zolotarev eine Einführung in die Klassische Musik genießen kann und mehr über die Künstler und ihr künstlerisches Schaffen erfährt.

Mo, 13.11.2017
16:00 Uhr
Köln trifft CoRe-Net
Tagung
nicht öffentlich

Das Kölner Kompetenznetzwerk aus Praxis und Forschung CoRe-Net lädt seine aktuellen und zukünftigen Kooperationspartner zur Vernetzung von Versorgungsforschung und Versorgungspraxis ein.

Am 1. Februar 2017 ist das Projekt CoRe-Net zur Entwicklung des Kölner Forschungs- und Entwicklungsnetzwerkes gestartet.  
Ziel ist es, ein tragfähiges Netzwerk aus Praxis und Forschung für die Zukunft aufzubauen, um gemeinsam die Versorgung in Köln zu verbessern. Hierzu werden Strukturen geschaffen, die den Austausch untereinander fördern und darüber neue, innovative Versorgungs(forschungs)projekte für den Raum Köln ermöglichen.

Do, 09.11.2017 -
Fr, 10.11.2017
Kulturen der Bewertung
Tagung
öffentlich
Oliver Berli,
Stefan Nicolae,
Hilmar Schäfer

Bewertung ist ein sowohl alltägliches als auch hochspezialisiertes Phänomen, das alle Bereiche der Gesellschaft durchzieht: von ästhetischen Urteilen im Alltag (Musik, Kinofilme) über die Vergabe von Schulnoten bis hin zu komplexen Evaluationsprozessen (Länder- und Unternehmensratings, Universitätsrankings, UNESCO-Welterbe). Bewertung ist dabei immer auch ein machtvoller und politischer Vorgang, der Hierarchien sowie Ein- und Ausschlüsse produziert.

Der historische Überblick zeigt, dass die Soziologie dem Phänomen von Beginn an ihre Aufmerksamkeit gewidmet hat. Allerdings hat sich erst in jüngster Zeit eine explizite Soziologie des Wertens und Bewertens („Sociology of Valuation and Evaluation“) formiert, die diese ubiquitären sozialen Phänomene und ihre Erscheinungsformen vergleichend in den Blick nimmt. Sie formuliert auch den Anspruch, in unterschiedlichen speziellen Soziologien verfolgte Forschungsfragen zusammenzuführen und Ergebnisse verschiedener Untersuchungen miteinander in Beziehung zu setzen.

Ziel der Tagung ist es, diese aktuellen Impulse aufzugreifen und Bewertungsphänomene aus einer dezidiert kultur- und wissenssoziologischen Perspektive zu beleuchten. Als „Kulturen der Bewertung“ sollen spezifische Bewertungskonstellationen in ihren Gemeinsamkeiten und Differenzen vergleichend in den Blick genommen werden. Sie umfassen komplexe Verbindungen aus Wissensordnungen und Diskursen, impliziten und explizit ausformulierten Kriterien, Praktiken des Vergleichens und Ordnens, technischen Instrumenten und Artefakten, etc. Die Tagung strebt dabei sowohl einen Vergleich verschiedener sozialer Felder als auch eine Beschreibung gegenwärtiger Formen sozialer Bewertung an.

Gemeinsame Tagung des AK Soziologie des (Be)Wertens der Sektion Wissenssoziologie und der Sektion Kultursoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Mi, 08.11.2017
08:45 Uhr
ewi Energietagung 2017 zum Thema „Digitalisierung“
Tagung
öffentlich

Der Megatrend „Digitalisierung“ hat mittlerweile den Energiesektor voll erfasst. Gerade im Bereich der Elektrizität, die sich durch hochfrequente, komplexe Steuerungsprozesse auszeichnet, werden enorme Potenziale des Einsatzes digitaler Technologien erwartet. Hinzu kommen die Veränderungen in Verbrauchssektoren wie Wärme und Verkehr sowie der weitere Ausbau wetterbedingter Erzeugungstechnologien, v. a. von Wind- und Solarkraftwerken. Gemeinsam mit Referenten und Teilnehmern möchte das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln diese Themen im Rahmen seiner jährlichen Energietagung intensiv weiterdenken. Wie kann der entstehende Koordinationsbedarf bewältigt werden? Wie lassen sich die regulatorischen Rahmenbedingungen optimal auf die neu entstehenden Gestaltungsaufgaben abstimmen, so dass Marktteilnehmer effizienten Anreizstrukturen folgen (können)?

Vorrangiges Ziel der jährlich stattfindenden ewi Energietagung ist es, aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen aufzuwerfen und zu diskutieren. Gemeinsam mit Wissenschaftlern hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus dem Ausland, sollen konkrete Forschungsfragen, -ansätze und bereits vorliegende Ergebnisse iteriert werden, um so neue Impulse für die energiewirtschaftliche Forschung zu schaffen. Um eine hohe Anschlussfähigkeit der Forschung an die real existierenden energiewirtschaftlichen Gegebenheiten und Themenstellungen zu erzielen und den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die energiewirtschaftliche und energiepolitische Praxis zu ermöglichen und um die aktuellen Ergebnisse energiewirtschaftlicher Forschung und wissenschaftliche Einsichten mit den Erfahrungen aus der Praxis in den intensiven Dialog zu bringen, sind auch Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, Verbänden sowie der Energiepolitik zur Teilnahme eingeladen.

Neben zahlreichen weiteren Referenten werden zwei neue Professoren der Universität zu Köln ihre Einschätzungen und Visionen teilen: Prof. Dr. Wolf Ketter, dritter Direktor am EWI, sowie Prof. Dr. Torsten Körber, LL.M., ab 1.10.2017 Direktor des neuen Instituts für Energiewirtschaftsrecht.

Mo, 06.11.2017
18:00 Uhr
Academic Freedom in China and Hong Kong: Quo Vadis?
Diskussion
öffentlich

Prof. Yuen Ying Chan von der Universität Hong Kong und die Chinaexpertinnen Dr. Eva Pils (King’s College London) und Prof. Dr. Marina Svensson (Universität Lund) werden auf dem Podium diskutieren, wie es aktuell um die akademische Freiheit in China und Hong Kong bestellt ist.
Werden Akademiker aus politischen Motiven kontrolliert und wenn ja, mit welchen Mitteln? Welche Fachbereiche sind betroffen? Stehen auch Universitäten in Hong Kong unter Beobachtung? Was hat sich seit Januar 2016 verändert, als die Kommunistische Partei Chinas die Universitäten anwies, sich vermehrt um die patriotische Erziehung der Studierenden zu kümmern? Was bedeutet die Direktive für ausländische Studierende, die einen Auslandsaufenthalt in China oder Hong Kong planen? Inwiefern behindern politische Vorgaben den internationalen wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit mit chinesischen Akademikern?

Die Diskussion, die im Rahmen einer internationalen Konferenz über die akademische Freiheit und in englischer Sprache stattfindet, wird von Dr. Katrin Kinzelbach (Global Public Policy Institute) moderiert.

Mo, 06.11.2017 -
Di, 07.11.2017
Akademische Freiheit und politische Repression im Universitätskontext
Tagung
nicht öffentlich

Universitäten sind Orte des kritischen Denkens und der offenen Diskussion. Autoritäre und illiberale Regierungen schränken die akademische Freiheit daher oft ein, zum Beispiel indem Unterricht überwacht und aufgezeichnet wird oder indem Leistungskontrollen und Beförderungen neben der akademischen Leistung auch die ideologische Konformität von Wissenschaftlern begutachten. Im schlimmsten Fall werden Akademiker aus politischen Gründen inhaftiert oder sogar getötet. Bisher fehlen jedoch vergleichbare Daten zur akademischen Freiheit und zum weltweiten Ausmaß der politischen Repression an Universitäten.

Am 6./7. November 2017 tagen in der Fritz Thyssen Stiftung Politikwissenschaftler, Juristen, von Verfolgung betroffene Akademiker, ein ehemaliger Bildungsminister sowie Mitarbeiter der Organisation Scholars at Risk, um ihr Wissen über Instrumente politischer Repression im Universitätskontext zusammenzutragen und neue Ansätze für die empirische Erforschung dieser Vorgänge zu diskutieren. Ziel der Konferenz ist es, einen wissenschaftlichen Ansatz zur weltweiten Messung akademischer Freiheit zu entwickeln. Die Konferenz wird von Dr. Katrin Kinzelbach geleitet.



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