Die Fritz Thyssen Stiftung im neuen Haus in Köln

Die Fritz Thyssen Stiftung hat ihren Sitz im Herzen von Köln in der Nähe des Neumarkts, direkt gegenüber der romanischen Kirche Sankt Aposteln.

Nach einer über zwei Jahre andauernden Umbau- und Sanierungsphase hat die Fritz Thyssen Stiftung im Januar 2011 ihre neue Geschäftsstelle, das ehemalige Amerika Haus in Köln, bezogen.

Der neue Stiftungssitz ist eine Stätte des wissenschaftlichen Dialoges und Gedankenaustausches sowie ein Ort für wissenschaftliche Tagungen, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen.

Das Amerika Haus Köln wurde als Neubau im Juni 1955 eröffnet und war seither ein wichtiger Teil der US-Präsenz in Nordrhein-Westfalen. Das vom Architekten R. H. Schickmann entworfene, heute denkmalgeschützte Gebäude steht auf dem Nachbargelände des ehemaligen, im Krieg zerstörten Apostelngymnasiums. Als „Fenster nach Amerika“ vermittelte das Amerika Haus als Teil des „US Information Service“ Einsichten in die Vielfalt und Vielschichtigkeit der Vereinigten Staaten. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und vor dem Hintergrund des Kalten Krieges spielte das Haus eine bedeutende Rolle im kulturellen Leben der Stadt Köln. Als Forum zur Diskussion westlicher Prinzipien und der Menschenrechte stellte es einen Teil der Bemühungen der US-Regierung um die Demokratisierung Deutschlands dar. Eine weitere Aufgabe der Einrichtung war es, dem deutschen Publikum Informationen über Kultur, Gesellschaft und Politik der Vereinigten Staaten zu vermitteln. Mit dem Umzug der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in das Düsseldorfer US-Generalkonsulat Ende September 2007 wurde das Amerika Haus in Köln geschlossen.

Als wichtiger Zeuge der neueren Geschichte Kölns bleibt das Amerika Haus nun durch die Nutzung der Fritz Thyssen Stiftung als Baudenkmal erhalten und wird auch in Zukunft als offenes Haus dem gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs dienen.

 

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