Aktuelle Veranstaltungen

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Veranstaltungen in der Fritz Thyssen Stiftung.
Bitte beachten Sie die jeweiligen Hinweise zum Anmeldeverfahren.

Mo, 26.02.2018
19:00 Uhr
Slow Psychiatry: A Way Forward for my Profession
Vortrag und Diskussion
öffentlich

„Langsame Psychiatrie: ein neuer Weg für meinen Beruf“

Sandra Steingard ist Medical Director des Howard Center in Burlington, Vermont, USA. Sie engagiert sich für Versorgungsforschung und für Alternativen zur (ausschließlich) medikamentösen Behandlung und gehört zum Autorenkreis der Stiftung Mad in America.

Ihre Themen sind eine alternative Sicht der Neuroleptika, der finnische Ansatz der Bedürfnisangepassten Behandlung und des Offenen Dialogs und die Zusammenführung dieser beiden Konzepte zu einer neuen Berufspraxis, die sie – in Analogie zum „slow food“ – „slow psychiatry“ nennt.

Im Anschluss an den Vortrag sind Psychiatrieerfahrene, Angehörige und Professionelle aller Berufsgruppen zur trialogischen Diskussion eingeladen!

Die Veranstaltung ist zweisprachig deutsch/englisch mit fortlaufender Übersetzung. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Di, 27.02.2018
16:00 Uhr
ewiEnergyDebate
Vortrag und Diskussion
öffentlich

ConductingtheEnergyOrchestra: Plattformen in der Energiewirtschaft

Die Dezentralisierung und Digitalisierung der Energieversorgung bringen nicht nur neue Informationen, sondern auch neue Herausforderungen mit sich: u.a. Koordination von Ladeprozessen für Elektroautos im Verteilnetz, Peer-to-peerHandel von Strom und die regionale Bereitstellung von Systemdienstleistungen. Als Lösung für viele dieser Herausforderungen bieten sich Plattformmodelle an. Doch werden sich Plattformen in der Energiewirtschaft durchsetzen können? Was sind regulatorische Herausforderungen? Und wer agiert auf diesen Plattformen: Pro-undConsumer, Netzbetreiber, EVU?

Programm

Fr, 02.03.2018 -
Sa, 03.03.2018
Textstruktur und Textgeltung
Tagung
nicht öffentlich

Inwieweit hängt die spezifische Autorität von Texten mit ihrer jeweiligen Struktur zusammen? Welche rhetorischen Verfahren kommen zum Einsatz, um einen normativen Gehalt von Texten zu etablieren? Wie genau tragen institutionelle Faktoren zur Autorisierung und Kanonisierung von Texten bei? Unterliegen außereuropäische Textgeltungspraktiken ähnlichen strukturellen Mustern wie westliche Prozeduren der Textautorisierung? Und welche kulturellen, medialen und sozialen Aspekte liegen dem Autoritätsverlust von kanonisierten Texten bzw. etablierten textuellen Praktiken zugrunde?

Diese Fragen bilden den thematischen Fokus des ersten Workshops des im Oktober 2017 von der Fritz Thyssen Stiftung neu etablierten Arbeitskreises zum Thema „Text und Textlichkeit“ unter der Leitung von Andreas Kablitz, Christoph Markschies und Peter Strohschneider. Dem interdisziplinären Charakter dieses Arbeitskreises folgend soll der besondere Zusammenhang zwischen Fragen der Textstruktur und solchen der Textgeltung ausdrücklich unter Einbeziehung verschiedenster Fächerperspektiven untersucht werden.

Mo, 05.03.2018 -
Di, 06.03.2018
Workshop "Markets & Public Policy" des Reinhard-Selten-Instituts (RSI)
Workshop
öffentlich

Das Reinhard-Selten-Institut (RSI) ist eine von den Universitäten Bonn und Köln gemeinsam getragene Einrichtung der Spitzenforschung, in der international renommierte Wissenschaftler aktuelle Fragen der theoretischen und angewandten Wirtschaftsforschung erforschen. Das Ziel ist es, auf Basis moderner Erkenntnisse der Verhaltensforschung Lösungen für drängende gesellschaftliche Probleme, wie Marktversagen, die Digitalisierung oder den Klimawandel zu finden.

Zielgruppe: (Assoziierte) WissenschaftlerInnen des Reinhard Selten Instituts sowie Forschende der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultäten der Universitäten Bonn und Köln

Fr, 23.03.2018
09:00 Uhr
Politische Kommunikation von Wissenschaftseinrichtungen
Workshop
öffentlich

Inhalte und Ziele

Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehen seit jeher in vielfältiger dichter Interaktion mit politischen Akteuren. Gerade im Kontext sich verändernder politischer  Rahmensetzungen gewinnt die politische Kommunikation noch größere Bedeutung. Hier setzt dieser Workshop an. Die TeilnehmerInnen erarbeiten ein Instrumentarium, um Rahmen, Methoden und Grenzen der politischen Kommunikation besser zu verstehen. Sie gewinnen die Möglichkeit, die politische Kommunikation ihrer jeweiligen Wissenschaftseinrichtung weiter zu stärken. Der Workshop stellt zunächst die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen dafür vor, dass Wissenschaftseinrichtungen als politische Akteure auftreten (können). Anschließend werden Themenfelder und Stakeholder von Hochschulen und Forschungseinrichtungen identifiziert sowie Beratungsansätze im politischen  Entscheidungsprozess charakterisiert. Alle TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, individuelle Kommunikationskonzepte zu erarbeiten.

Inhaltspunkte

Wissenschaftseinrichtungen als politische Akteure | rechtliche und organisatorische Grundlagen | Politische Kommunikation: Themenfelder und Contact Points | Beratungsansätze im politischen Entscheidungsprozess | Erarbeitung individueller Kommunikationskonzepte

Zielgruppe

Interessierte Personen aus dem Wissenschaftssystem, die in Interaktion mit politischen Akteuren stehen bzw. an Schnittstellen mit Ministerien, Verbänden und anderen politischen Stakeholdern kommunikativen Austausch pflegen.

Mi, 18.04.2018
19:30 Uhr
Im Zentrum LIED: „All the World´s a Stage“
Konzert
öffentlich

Konzert 4
Elfte Spielzeit 2017.2018
„Dramoletts“

Martin Lindsay, Gesang – Elnara Isamilova, Klavier
Andreas Durban, Erzähler

In einem fabelhaften Meta-Theaterstück präsentiert dieser Abend zahlreiche Facetten des britischen Dramatikers William Shakespeare (1564-1616). Das Programm bildet einen theatralischen Zyklus aus Liedern, deren Texte aus verschiedenen Dramen stammen, durchbrochen von reflektierenden Sonetten. Zwischen Prolog und Epilog finden sich alle notwendigen Zutaten: von Liebe, Glück und Übermut hin zu Eifersucht, Zaubermacht, Angst und Tod, in Musik gesetzt von Hanns Eisler, Wolfgang Fortner, Gerald Finzi, Roger Quilter, Ned Rorem, Igor Stravinsky, Ernest Chausson, Arthur Honneger, Charles Ives, Erich Korngold, Benjamin Britten, Ivor Gurney, Thomas Pasatieri, Maude Valérie White, Hugo Wolf, William Arthur Aikin, Aribert Reimann und Ralph Vaughan Williams.

Do, 26.04.2018 -
Fr, 27.04.2018
„Hart aber fair?“
Ungleichheit und Wohlfahrtsstaat
Tagung
öffentlich

Jahrestagung der Sektion Sozialpolitik der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Die Zunahme sozialer Ungleichheiten bestimmte in den letzten Jahren öffentliche und wissenschaftliche Diskurse. Der Sozialstaat ist eine der Institutionen, die den ungleichen Zugang zu Ressourcen ausgleichen soll. Die "Ehe zwischen globalisiertem Kapitalismus und Sozialstaat" (Leibfried 2013) entschärft Diskrepanzen in der Verteilung der Markteinkommen und dekommodifiziert den Zugang zu Dienstleistungen, gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung.  Im Wohlfahrtskapitalismus soll für mehr Sicherheit und Egalität gesorgt sein, jedoch werden neue vertikale und horizontale Ungleichheitslinien eingezogen. Kritiker attestieren dem deutschen „Sozialversicherungsstaat“ blinde Flecken, obwohl er – wie internationale Vergleiche attestieren – Ungleichheit durchaus ansehnlich reduziert. Wie weit  reichen also seine Egalitätspolitiken?
Die Beiträge der Tagung loten aus, was der Wohlfahrtsstaat leistet und wie sich seine Leistungsfähigkeit in Bezug auf diverse Problemlagen und Personengruppen ändert. Zudem werden die gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen sozialstaatlicher Ungleichheitskorrektur betrachtet. Welche Perzeptionen und Machtressourcen treiben sie an, welche politischen Umsetzungschancen begrenzen sie?