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Tagung über Jüdisch-Europäische Exiljuristen

Im September 2017 befassten sich Historiker, Rechtswissenschaftler, Politologen und Kulturwissenschaftler auf einer international besetzten Tagung in der Fritz Thyssen Stiftung mit dem Phänomen, dass bereits in der Zwischenkriegszeit, vor allem aber nach der nationalsozialistischen Machtergreifung zahlreiche jüdisch-europäische Rechtswissenschaftler und -lobbyisten in der Emigration darauf hinwirkten, das Internationale Recht im Hinblick auf globale Großkrisen zu modernisieren.

Im Zentrum stand die Frage, inwieweit biographische und erfahrungsgeschichtliche Zugänge dabei helfen können, den spezifischen Anteil jüdischer Juristen an der Entwicklung einzelner Völkerrechtsgebiete (Minderheitenrechte, Menschenrechte, Völkerstrafrecht) im 20. Jahrhundert besser zu verstehen.

Ein Gespräch mit Annette Weinke (Friedrich-Schiller-Universität Jena), die die Tagung in Zusammenarbeit mit Leora Bilsky (Tel Aviv University) organisiert hatte, können Sie nachhören.