An den Franckeschen Stiftungen, Halle (Direktor: Dr. Th. Müllerbahlke), fördert die Stiftung ein Geisteswissenschaftliches Stipendienprogramm. Die Franckeschen Stiftungen wurden von dem Theologen August Hermann Francke Ende des 17. Jahrhunderts gegründet und über Jahrhunderte als Schulstadt fortgeführt. Zu den Stiftungen gehören heute über 40 pädagogische, soziale, wissenschaftliche und kulturelle Einrichtungen verschiedener Träger.

Innerhalb des Förderprogramms kooperieren drei wissenschaftlich arbeitende Institutionen: das Studienzentrum August Hermann Francke mit Bibliothek und Archiv der Franckeschen Stiftungen, die Interdisziplinären Zentren für Pietismusforschung (IZP) und zur Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Das Förderprogramm widmet sich der Erforschung von Pietismus und Aufklärung im nationalen und internationalen Kontext. Jährlich werden sechs Forschungs- und sechs Doktoranden-Stipendien vergeben.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die 2009/2010 in Halle gearbeitet haben,
kamen vor allem aus dem europäischen Ausland, aber auch aus Übersee, aus den USA, aus Kanada, Brasilien, Äthiopien und dem Senegal, und forschten zu einem breiten thematischen Spektrum aus den Fachdisziplinen Philosophie, Theologie, Missionswissenschaft, Literaturwissenschaft, Geschichte, historische Pädagogik und Kunstgeschichte. Die geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten und die von ihnen bearbeiteten Themen können über die Website der Franckeschen Stiftungen recherchiert werden:

www.francke-halle.de.