Tagungen

Die Fritz Thyssen Stiftung fördert wissenschaftliche Veranstaltungen, insbesondere kleinere national und international ausgerichtete Tagungen mit dem Ziel, die Diskussion und Bearbeitung konkreter wissenschaftlicher Fragestellungen sowie die thematisch ausgerichtete Kooperation und Vernetzung von Wissenschaftlern im engeren Fachgebiet oder auch zwischen verschiedenen Fachrichtungen zu ermöglichen.

Thematisch ist eine Antragstellung in folgenden Förderbereichen möglich:


VORAUSSETZUNGEN

  • Anträge können grundsätzlich nur aus einer Hochschule bzw. gemeinnützigen Forschungseinrichtung heraus gestellt werden.
  • Antragsteller müssen promoviert sein.
  • Die Zahl der Referenten sollte 30 Personen nicht übersteigen.
  • Kongresse oder größere Konferenzen bzw. Sektionen im Rahmen von Symposien, Jahrestagungen o.ä. sowie reine Doktorandenworkshops und summer schools werden nicht gefördert.
  • Die Stiftung nimmt zur Entlastung ihrer Fachgutachter grundsätzlich keine Anträge in parallele Bearbeitung zu anderen Förderinstitutionen. Ein von einer anderen Förderinstitution abgelehnter Antrag kann mit entsprechenden Erläuterungen bei der Stiftung eingereicht werden.
  • Die Revision bereits von der Stiftung abgelehnter Anträge ist in der Regel nicht möglich.

VORSCHLAG ZUR GLIEDERUNG DES ANTRAGS

  • Antragsteller mit vollständigen Kontaktdaten (Institutsanschrift, Telefon, E-Mail)
  • Thema
  • Zeitpunkt und Ort der Veranstaltung
  • Darstellung der wissenschaftlichen Zielsetzung (ca. 5 Seiten)
  • Liste der Referenten mit (tentativen) Vortragsthemen
    • Die Stiftung bittet bei der Benennung von Teilnehmern zwischen „angefragt"
       und „zugesagt" zu unterscheiden.
    • Voraussetzung für die fachgutachtliche Prüfung des Antrages ist die Zusage
       von mindestens zwei Dritteln der vorgesehenen Referenten. (Dies gilt auch für
       Tagungen, die ihr Teilnehmerfeld über einen Call for Papers zusammensetzen.)
  • Programm mit Zeitplan
  • Kostenplan:
    • Aufschlüsselung der bei der Stiftung beantragten Mittel nach Kostenarten
       Es können grundsätzlich nur Mittel für aktive Teilnehmer/Referenten beantragt
       werden.
    • ggf. eigene oder über Dritte eingeworbene Mittel
  • Erklärung, dass der Antrag oder ein ähnlicher Antrag keiner anderen Fördereinrichtung vorliegt oder vorgelegen hat (gegebenenfalls bittet die Stiftung um eine entsprechende Erläuterung).
  • Datum und Unterschrift aller Antragsteller

Die Antragsunterlagen sind in einfacher Ausfertigung (nicht geheftet oder gebunden) postalisch zu übermitteln. Die Antragstellung kann in deutscher oder in englischer Sprache erfolgen.

EINREICHUNGSFRISTEN

Anträge auf Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen können der Stiftung vorgelegt werden bis zum

  • 29. Februar
  • 31. Mai
  • 31. August
  • 30. November

eines Jahres. Es gilt das Datum des Poststempels.

Für eine Entscheidung werden in der Regel acht bis zehn Wochen nach Ablauf der jeweiligen Einreichungsfrist benötigt.
Eine Bewilligung nach einer bereits durchgeführten Tagung ist grundsätzlich nicht möglich.



KOSTENARTEN

Beantragt werden können Mittel zur Deckung von

  • Reisekosten (Bahnfahrt 2. Klasse bzw. Flug Economy Class) nach Referenten aufgeschlüsselt,
  • Unterbringungskosten und
  • Verpflegungskosten aktiver Tagungsteilnehmer/Referenten sowie
  • in geringem Umfang von in der Regel bis zu € 500,- Mittel für Tagungsnebenkosten (Druck von Flyern und Plakaten, Tagungsunterstützung durch studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte etc.).

Honorare werden durch die Stiftung grundsätzlich nicht berücksichtigt.

BEWILLIGUNG, AUSZAHLUNG UND ABRECHNUNG

Bewilligungsbedingungen
Im Bewilligungsbescheid werden dem Antragsteller die Bedingungen mitgeteilt, die mit der Bewilligung verbunden sind. Insbesondere ist auf eventuelle Einschränkungen bezüglich der Kostenarten zu achten. Durch die Annahme der bewilligten Mittel verpflichtet sich der Antragsteller, diese Bedingungen einzuhalten.

Mittelabruf
Die Mittel werden auf formlose – im Original unterschriebene – Anforderung des Bewilligungsempfängers oder der verwaltenden Drittmittelstelle (Angabe von Aktenzeichen, Drittmittelkonto, Bankverbindung, internen Buchungszeichen) ausgezahlt. Ein solcher Mittelabruf kann der Stiftung auch per Telefax oder als pdf-Anhang einer E-Mail zugesandt werden. Die Auszahlung sollte dabei möglichst zeitnah zum geplanten Veranstaltungstermin erfolgen.

Umwidmungen von Mitteln sowie der Einsatz von bewilligten Mitteln für im Antrag nicht genannte Kostenarten bedürfen im Vorfeld der Genehmigung durch die Stiftung.

Berichtspflicht
Nach Beendigung der Förderung ist der Stiftung unverzüglich ein Nachweis über die Verwendung der bereitgestellten Mittel zusammen mit einem formlosen sachlichen Abschlussbericht (ca. 3-5 Seiten) zu Verlauf und Ergebnissen der Tagung – jeweils im Original unterschrieben – vorzulegen. Eingesparte Mittel sind grundsätzlich nach Prüfung des Verwendungsnachweises und entsprechender Aufforderung durch die Stiftung zurückzugeben.
Die mit dem Verwendungsnachweis erstellte Abrechnung muss durch prüfungsfähige Unterlagen belegt sein. Diese sollten aufbewahrt, jedoch nicht ohne besondere Aufforderung an die Stiftung übersandt werden.

Von Publikationen im Zusammenhang mit dem Vorhaben erbittet die Stiftung je zwei Sonderdrucke bzw. Belegexemplare. Die Stiftung geht davon aus, dass die Publikationen einen Hinweis auf die Förderung durch die Fritz Thyssen Stiftung enthalten.
Zu diesem Zweck kann das Logo der Stiftung an dieser Stelle heruntergeladen werden.