Allgemeine Bewilligungsbedingungen:

1) Änderungen der Voraussetzungen für die Bewilligung, insbesondere Änderungen der Auflagenhöhe, des Ladenpreises, ferner die Herausgabe von Zweitauflagen und die Verwendung von Materialien der Erstauflage für weitere Auflagen bedürfen der Zustimmung der Stiftung.

In diesen Fällen und bei Abweichungen der Endabrechnung von der Vorberechnung muss sich die Stiftung eine Anpassung ihres Leistungsbescheides vorbehalten.

2) Wesentliche Änderungen, die nach Vorlage des Antrags auf Druckbeihilfe am Manuskript erforderlich werden, sind in den Satz nicht ohne Einverständnis der Stiftung zu übernehmen.

3) Über Beihilfen von dritter Seite wird die Stiftung sofort unterrichtet. Die Beihilfe ist auf die Druckbeihilfe der Fritz Thyssen Stiftung anzurechnen, wenn im Einzelfall nichts anderes schriftlich vereinbart worden ist.

4) Im Impressum wird auf die Förderung durch die Stiftung hingewiesen.

5) Die Stiftung erhält unmittelbar nach Erscheinen des Werkes vom Verlag drei Freiexemplare. Die Stiftung kann weitere Exemplare zum Buchhändler-Nettopreis erwerben. Prospekte und Kopien von Rezensionen sind der Stiftung vom Verlag zuzusenden.

6) Die Beihilfe wird gezahlt, wenn das Werk erschienen, der Verwendungsnachweis über die tatsächlich entstandenen Kosten vorgelegt, geprüft und anerkannt ist und die Freiexemplare bei der Stiftung eingegangen sind.

Als Nachweis über die ordnungsgemäße Verwendung der Beihilfe genügt in der Regel eine Aufstellung der tatsächlich entstandenen Kosten, aufgeschlüsselt wie bei der Vorberechnung, mit einer Versicherung des Verlages, dass die Kosten entstanden sind und die Druckbeihilfe zu ihrer Bezahlung verwendet worden ist.

7) Die Stiftung kann die Verwendung der Beihilfe durch Einsicht in die Bücher und Belege bei dem Verlag prüfen oder prüfen lassen.

8) Teilzahlungen - in der Regel nur bis zur Höhe von 50 Prozent der Beihilfe - können als Vorschuss auf die bewilligte Summe gezahlt werden, sobald das Werk in Druck geht. Auf Verlangen der Stiftung ist eine Abrechnung über die Verwendung des Vorschusses vorzulegen. Wird der Vorschuss nicht zweckentsprechend verwendet, ist er auf Anfordern unverzüglich zurückzuzahlen. Er kann von der Stiftung zurückgefordert werden, wenn das Werk nicht in angemessener Frist nach Gewährung des Vorschusses (in der Regel höchstens ein Jahr) fertiggestellt ist.

9) Alle Zahlungen sind vom Verlag durch die Hand des Bewilligungsempfängers abzurufen. Die finanzielle Abwicklung erfolgt im übrigen unmittelbar zwischen Stiftung und Verlag.

10) Der Verlag wird das Werk zehn Jahre lang in seinem Verkaufsprogramm halten. Danach kann er über den Verbleib des Titels in seinem Programm frei entscheiden. Er wird die Restauflage nicht "verramschen", sondern bei späterem Vertrieb zu dem regulären Ladenpreis anbieten.

11) Im Rahmen der Verwertung der Restauflage wird der Verlag auf Verlangen der Stiftung wissenschaftliche Einrichtungen und Personen, die als potentielle Käufer nicht in Betracht kommen (z.B. geeignete Bibliotheken und Institute der Dritten Welt) gegen Erstattung der Versandkosten mit sonst unverkäuflichen Exemplaren unentgeltlich beliefern.

12) Werden die Bedingungen trotz Erinnerung nicht eingehalten, kann die Stiftung die Bewilligung zurücknehmen und etwa gezahlte Beihilfen vom Verlag zurückfordern.

13) Gerichtsstand für etwaige gerichtliche Auseinandersetzungen ist Köln.