bisherige Veranstaltungen

Das Thema der Tagung, die vom Arbeitskreis Theorie und Lehre in der Denkmalpflege gemeinsam mit dem Arbeitskreis Bodendenkmäler veranstaltet wird, ist das Feld, das derzeit die Praxis der Denkmalpflege und Kulturgutsicherung international nachhaltig verändert: die zunehmende Digitalisierung auf allen Ebenen.

Die Chancen und Grenzen der noch recht jungen Technologie sind noch nicht wirklich absehbar, von günstigen und hochpräzisen Bauaufnahmen und der interaktiven Visualisierung verlorener Zustände, bis hin zum Monitoring bedrohter Stätten und Artefakte oder der komplexen Vernetzung heterogener Wissensbestände. Deutlicher werden inzwischen auch Grenzen und ungelöste Probleme im Einsatz digitaler Technologien, wie die nachhaltige Verwaltung und Speicherung der erzeugten Datenmengen oder die zunehmende Abhängigkeit von kommerziellen Anbietern.

Schließlich ist in unserem Kontext von besonderem Interesse wie sich der Blick auf das Denkmal und das Kulturerbe verändert. Die überaus anschaulichen Visualisierungen und Rekonstruktionen bestehender wie verlorener Objekte und Zustände ermöglichen innovative Vermittlungs- und Bewerbemöglichkeiten.  Schwächt oder stärkt eine bisher ungekannte Reproduzierbarkeit die Aura des Originals? Verliert die Unterscheidung zwischen Original und Simulation bzw. (digitalem) Print an Relevanz? Führt die Aussicht auf eine digitale "Rettung" kriegszerstörter Monumente zu einer zweiten Entwertung des Denkmals? Wo verläuft die Grenze zwischen einer Demokratisierung von Wissen zu einer Verengung auf kommerzielle oder auch politische Interessen?

Wie wird ein Denkmal zum Denkmal? Wie prägen Inszenierung und Präsentation eines Denkmals den Raum und unsere Vorstellung von Vergangenheit? Wie viel Einfluss üben die so geschaffenen Bilder aus? Diesen und weiteren Fragen ging der Arbeitskreis Bodendenkmäler in seinem Kolloquium am 7. und 8. April 2016 in der Fritz Thyssen Stiftung nach.

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Wie erzählen Städte mit römischen Wurzeln ihre Vergangenheit? – In seiner aktuellen Veranstaltung beschäftigt sich der Arbeitskreis Bodendenkmäler mit ausgewählten Römerstädten entlang des Rheins, die ihre zweitausendjährige Geschichte heute in ganz unterschiedlicher Weise in der Öffentlichkeit wahrnehmbar machen, präsentieren und vermarkten.
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U-Bahnhöfe sind Orte der Bewegung, der Dynamik und der Fluktuation – der Arbeitskreis Bodendenkmäler  beschäftigte sich in dieser Veranstaltung mit dem Gegensatz zwischen rastlosem Massenverkehr und musealer Präsentation der beim U-Bahnbau gefundenen Relikte.

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Denkmalkulturen, nationale Identität, Erinnerung – der Arbeitskreis Bodendenkmäler beschäftigte sich in seiner Veranstaltung im April 2015 mit dem kulturellen Gedächtnis und mit Orientierungspunkten im Umgang mit Denkmälern.
Im Fokus des zweitätigen Kolloquiums standen zunächst die Denkmalkulturen verschiedener europäischer Länder.
Ein zweiter Aspekt beschäftigte sich mit Chartae, also mit zentralen und international anerkannten Richtlinien für den Umgang mit Denkmälern.
Die unterschiedliche Bewertung von Erinnerungskultur in verschiedenen Fachdiziplinen, die materielles und immaterielles Erbe thematisieren (Geschichte, Literaturwissenschaft und Architektur), bildete einen dritten Abschnitt.
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Ziel des zweitägigen Treffens am Ende des ersten Jahres war ein kritischer Rückblick auf die bisherigen Veranstaltungen sowie die Diskussion über neue oder zu vertiefende Schwerpunkte in den folgenden Jahren. Dazu lud der Arbeitskreis zehn externe Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen ein, die zu sechs festgelegten Oberthemen in kurzen Referaten Impulse für eine intensive Diskussion gaben. Zum Abschluss der Veranstaltung konnten so die Themen für das Jahr 2015 konkretisiert und detailliert geplant werden. Außerdem legte der Arbeitskreis die Inhalte für eine Fortsetzung der Arbeit in den Jahren 2016 und 2017 fest.

Die zweite öffentliche Veranstaltung des Arbeitskreises Bodendenkmäler am 30. und 31. Oktober 2014 beschäftigte sich mit dem Thema „Die Konstruktion von Gedächtnis. Zu einer Standortbestimmung von Archäologie in der Stadt“. Am ersten Tag referierten drei Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen insbesondere über die theoretischen Aspekte der Konstruktion von Gedächtnis im Hinblick auf die Monumente. Der Abendvortrag über archäologische Denkmäler in Köln leitete den stärker praxisorientierten Teil am zweiten Tag des Kolloquiums ein. Hier rückten Beispiele aus dem Rheinland, Ost- und Südeuropa in den Vordergrund und beleuchteten die Erhaltungs- und Präsentationspraxis von Denkmälern in den jeweiligen Regionen.
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Die erste öffentliche Veranstaltung des Arbeitskreises fand am 10. Juli 2014 zum Thema „Bodendenkmäler in Städten des Rheinlandes – Gedächtnis, Identität oder Hindernis?“ statt. Die drei Vortragenden Dipl. Ing. Bernd Streitberger, Prof. Dr. Matthias Untermann und Prof. Dr. Christoph Zöpel hielten Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema. Die anschließende Podiumsdiskussion vertiefte - auch durch Fragen aus dem Publikum - die Ansätze der Referenten.

Am 21. und 22. Februar 2014 fand die konstituierende Sitzung des Arbeitskreises in der Fritz Thyssen Stiftung statt. Auf dieser wurden die inhaltlichen Schwerpunkte für das laufende Jahr festgelegt. Diese sollen in drei Veranstaltungen vertieft werden. Die Auftaktveranstaltung wird am 10. Juli 2014 in Form öffentlicher Vorträge stattfinden.